Cloppenburg - Der Radweg am Garreler Weg zwischen Christkindchenweg und Staatsforsten soll gründlich saniert und um 70 Zentimeter auf 2,50 Meter verbreitert werden. Das hat der Bau- und Verkehrsausschuss dem am 21. Juni tagenden Verwaltungsausschuss jetzt einstimmig zum Beschluss empfohlen. An der Baumaßnahme, die mit 575 000 Euro veranschlagt ist, müssen sich die Anlieger mit 115 000 Euro beteiligen.
Teilweise bis 3000 Euro
Und genau daran entzündet sich ein Streit, denn ein Teil der anliegenden Waldbesitzer will nicht für einen Radweg bezahlen, von dem sie gar nichts hätten. Dies seien teilweise rund 3000 Euro, erklärte Bethens Ortsvorsteher Bernd Wigbers. Für einen „Luxusausbau“ könnten die Radfahrer oder die gut verdienenden Radhersteller bezahlen und nicht die Waldbesitzer, von denen bereits einige rechtliche Schritte angedroht hätten.
Gänzlich anders als sein Bether Kollege beurteilte Wilhelm Luker, Ortsvorsteher von Staatsforsten, die Situation. Der Radweg müsse dringend ausgebaut werden: Auch wenn die Waldbesitzer nicht unmittelbar etwas von dem Radweg hätten, seien sie doch ein Teil der Solidargemeinschaft namens Staat.
In die gleiche Kerbe schlug auch der Bether CDU-Ratsherr Benedikt Möller: Eigentum verpflichte eben auch. Er schlug vor, den Radweg nur auf zwei Meter zu verbreitern, um Kosten zu sparen.
Stadt will 2,50 Meter
Davon hielt Bauamtsleiter Armin Nöh allerdings nichts. Immer mehr Menschen legten sich ein bis zu 25 km/h schnelles Pedelec zu, gerade im Begegnungsverkehr sorgten 50 Zentimeter mehr für eine deutlich erhöhte Sicherheit.
Ampel oder Zebrastreifen?
Eine längere Auseinandersetzung hat es im Ausschuss auch um den Bau einer so genannten Dunkelampel an der Eschstraße gegeben. Für nicht ganz so schnelle oder beeinträchtigte Fußgänger, die aus der Pater-Delp-Straße oder aus der Bürgermeister-Winkler-Straße kommen, ist es schwierig, gefahrlos über die stark befahrene Eschstraße auf die andere Seite zu kommen. Mehrheitlich beschloss der Ausschuss daher, dem Verwaltungsausschuss den Bau der rund 90 000 Euro teuren Ampelanlage zu empfehlen.
Gegen die Ampel und für einen Zebrastreifen hatte sich SPD-Fraktionschef Jan Oskar Höffmann zuvor vergebens stark gemacht. Er wollte an der gleichen Stelle sowie ein paar Meter weiter – Fortmannsweg/Marktplatz – Zebrastreifen über die Eschstraße bauen lassen – und stellte einen entsprechenden Antrag, der letztlich abgelehnt wurde.
„Ideologische Blockaden“
Es sei an der Zeit, so Höffmann, die „ideologischen Blockaden gegen Zebrastreifen“, wie sie von der Verkehrskommission immer wieder propagiert würden, zu lösen.
