Cloppenburg - Einen Jugendbürgermeister und einen Seniorenbürgermeister möchte Neidhard Varnhorn in Cloppenburg wählen lassen, sollte er am 12. September der neue Bürgermeister der Stadt werden. „Ihre Interessen sollen aufgewertet werden“, erklärte Varnhorn beim NWZ-Talk am Montagabend im Medienhaus in Oldenburg.
Auf die Frage, ob nicht das Jugendparlament diese Funktion erfülle, sagte der CDU-Bürgermeisterkandidat, dass von den Jugendlichen zwar „vernünftige Vorschläge“ kämen, sie aber beispielsweise nur im Sozialausschuss ein Mitspracherecht hätten. Das müsse geändert werden. „Auch das Jugendparlament muss mehr wahrgenommen werden“, so Varnhorn.
Sprechstunde für Kids
„Wir müssen besser auf die Kinder und Jugendlichen schauen. Sie werden zu wenig gefragt“, findet auch Christiane Priester, die für das offene Wählerbündnis „Buntes Cloppenburg“ antritt. Um dies zu verbessern, würde sie als Nachfolgerin von Dr. Wolfgang Wiese, der nicht wieder antritt, eine Kinder- und Jugendsprechstunde einrichten. Die Mutter von drei Kindern plädiert außerdem dafür, den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken, damit auch Kinder mobiler sind. Und sie möchte als Chefin des Cloppenburger Rathauses beispielsweise Schulwege sicher machen und „Inseln“ für Kinder und Jugendliche schaffen. Die Spielplätze müssten überprüft werden und vor allem barrierefrei gemacht werden, wünscht sich Priester.
Mobilität neu denken
Neidhard Varnhorn würde sich wünschen, dass Schulen digitaler ausgestattet werden und sich beispielsweise das Vereinswesen durch stärkere Werbung bekannter macht. Als fünf dringendste Baustellen sieht Varnhorn die Mobilität – mit allen Fortbewegungsmitteln, die dazu gehören –, ein städtebauliches Entwicklungskonzept mit Gewerbe und sozialem Wohnungsbau, ein Klimaschutzkonzept, ein Ausbau der Schulen im Ganztag und im Digitalen sowie ein digitales Rathaus. Priester möchte allem die Verkehrsproblematik regulieren, beim Klimaschutz müsse die Stadt ambitionierter werden, man müsse innovative Fachkräfte anlocken, schnelles Internet bis an jede Kanne möglich machen und den Service im Rathaus erhöhen, so Priester.
