Cloppenburg - Konkrete Pläne für ein neues Wohnbaugebiet in der Ortsmitte des Cloppenburger Stadtteils Staatsforsten sind am Donnerstagabend im städtischen Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt worden. Auf der Fläche stehen zurzeit noch die Gebäude eines ehemaligen Landhandels und Mischfutterherstellers, die seit der Geschäftsaufgabe vor 20 Jahren dahinrotten. Wenn diese abgerissen sind, plant ein Investor aus dem Nordkreis/Ostfriesland, dort 32 Wohneineinheiten zu bauen.
Im ersten Teil des Areals an der Bahnstrecke soll es eine verdichtete Bauweise geben. Dort entstehen drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Wohneinheiten, ursprünglich hatte man sechs vorgesehen. Im zweiten Teil entlang der Boelkestraße werden vier Doppelhäuser entstehen. Und im dritten Bereich – Richtung offene Landschaft – neun Einfamilienhäuser mit jeweils einer Wohneineinheit pro Gebäude – hier waren auf vergleichsweise kompakten Grundstücken zunächst jeweils zwei Einheiten geplant gewesen.
Der Investor reagierte damit offenbar auf Kritik, die die Staatsforstener Dorfgemeinschaft bei einer ersten Anliegerversammlung geäußert hatte. Im Hinblick auf die Mehrfamilienhäuser hatten einige der rund 80 Anwesenden die Befürchtung geäußert, dass in den Mehrfamilienhäusern ausschließlich Unterbringungsmöglichkeiten für Werkvertragsarbeiter entstehen könnten. Dies sei – so Thomas Weinert vom Büro für ländliche Entwicklung (Norden) – mit Hilfe eines städtebaulichen Vertrags ausgeschlossen worden.
Zudem war vielen Besuchern der ersten Anliegerversammlung die – ihrer Meinung nach – zu dichte Bebauung des Geländes mit ursprünglich mehr als 60 Wohneinheiten aufgestoßen. Nachdem die Zahl der Wohneinheiten deutlich nach unten korrigiert worden war, so Ortsvorsteher Wilhelm Luker in der Sitzung, hätten sich die Staatsforstener in einer zweiten Anliegerversammlung von dem Konzept begeistert gezeigt. Sie freuten sich, dass der Schandfleck mit den alten Hallen nun endlich verschwinde.
Bei jeweils einer Gegenstimme von Klaus Jaspers (Grüne) empfahl der Planungs- und Umweltausschuss dem Verwaltungsausschuss zum Beschluss, sowohl die Flächennutzungsplanänderung als auch den Bebauungsplan jetzt öffentlich auszulegen.
