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Fußball-Trainer Markus Stern Wenn die Steuerfahndung um 6 Uhr morgens klingelt

Cloppenburg - Im vorherigen Teil berichtete unsere Redaktion darüber, wie Markus Stern im Spiel der damaligen Fußball-Oberliga mit seinem Verein Concordia Ihrhove gegen den BV Cloppenburg eine wahre Sternstunde erlebte. Ihrhove siegte seinerzeit 4:2. Stern traf zweimal, die beiden anderen Concordia-Treffer markierte mit Klaus Osterkamp ebenfalls ein ehemaliger BVCer.

In der Zwischenzeit hatte seinerzeit die Steuerfahndung den BV Cloppenburg ins Visier genommen. Auch ehemalige BVCer wurden von den Fahndern besucht. So klingelte es auch eines Morgens bei Stern an der Haustür. „In Erwartung eines Mitspielers, der die Nacht durchgemacht hat, öffnete ich, nur in Unterhose bekleidet, die Tür“, erinnert sich Stern noch gut an jenen Tag zurück.

In Unterhosen vor der Steuerfahndung

Vor der Tür standen zwei Männer und eine Frau. „Mir wurde ein Ausweis entgegengestreckt und mitgeteilt, dass sie von der Steuerfahndung seien“, berichtet Stern. Er ließ sie rein und ging dann ins Schlafzimmer, um sich anzuziehen. Als er gerade nach einem T-Shirt greifen wollte, rief die Frau: „Stopp, alles bleibt so, wie es ist, und sie fassen gar nichts mehr hier an.“

Der Fußballer drehte sich um und erwiderte: „Aha, gefällt dir wohl, was du siehst.“ Sterns Kommentar sorgte dafür, dass der weitere Verlauf des Besuchs eher frostig verlief. „Die ganze Aktion dauerte dann so ungefähr eine Stunde, und sie nahmen diverse Unterlagen mit. Danach hörte ich zu diesem Thema nie wieder etwas“, erzählt Stern.

Rückkehr zum BV Cloppenburg auf dem Tisch

Unterdessen sollte der Mittelfeldspieler von seinem Ex-Club BVC im weiteren Saisonverlauf wieder etwas hören. Bereits seit Sterns Doppelpack wurden Stimmen im BVC-Lager laut, den Mann wieder nach Cloppenburg zu holen. Stern traf sich seinerzeit auch mit einem Vertreter des BVC. „Er machte mir in diesem Gespräch klar, dass die sportliche Leitung mich wohl gerne wieder im BVC-Dress sehen würde, es aber im Umfeld Stimmen dagegen geben würde“, so Stern. Eine Klausel sollte Abhilfe verschaffen.

Die Kein-Alkohol-Klausel

So sollte in Sterns Vertrag eine Klausel eingebaut werden, dass er in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken dürfe. „Danach hörte ich nie wieder etwas von ihm. Dies war für beide Seiten wohl das Beste, meint Stern. „Zu der Zeit hätte ich diese Klausel direkt nach dem ersten Training gebrochen“, so Stern.

Das erwartet Sie im 17. und letzten Teil: Stern erzählt über Concordias Kult-Stadionsprecher Gerd Hollander und räumt mit Gerüchten auf.

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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