Cloppenburg - Die Corona-Bestimmungen sowie die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit haben im Mittelpunkt der jüngsten Gemeindekirchenratssitzung (GKR) der evangelischen Kirchengemeinde Cloppenburg gestanden, die online per Videokonferenz stattfand.
„Eine prominente Person aus Cloppenburg ist Mitakteur beim diesjährigen Krippenspiel“, machte es Pastor Wolfgang Kürschner spannend und nannte dann Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU), der sich in dem Krippenspiel selbst spiele. Die Corona-Bestimmungen erforderten besondere Maßnahmen, fuhr Kürschner fort. So werde das Krippenspiel mit lebenden Tieren an besonderen Orten, etwa im Museumsdorf, aufgezeichnet und im Weihnachtsgottesdienst den Gläubigen gezeigt.
Anmeldung erforderlich
Wer keine Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes hat, kann das Krippenspiel auf Youtube verfolgen. Für die Regie zeichnen Tanja Tretow und Pastor Wolfgang Kürschner verantwortlich. Ab dem Ersten Advent, so beschloss der GKR, seien Anmeldungen für Gottesdienste erforderlich. Diese könnten auch online getätigt werden. Über das genaue Prozedere werde die Gemeinde rechtzeitig unterrichtet.
„Kartenpartie“ geplant
Auch beschloss der GKR Alternativen für nicht stattfindende Advents- und Weihnachtsfeiern. Ehrenamtlich Tätige sollten beispielsweise mit einem Präsent und einer besonderen Weihnachtskarte bedacht werden. Pfarrer Kürschner rief die Aktion „Kartenpartie“ ins Leben. Zwischen dem Dritten und Vierten Advent würden die Gemeindemitglieder aufgerufen, eine Extra-Weihnachtskarte an besondere Menschen zu schicken, die sich mit Hingabe in dieser Corona-Zeit engagierten. Dies könne die Altenpflegerin sein, die Verkäuferin im Supermarkt oder eine andere rührige Person.
Der GKR beschloss weiter, Abendmahlgottesdienste am Buß- und Bettag durchzuführen. Das Hygienekonzept sei schlüssig und durchdacht, so dass die Auflagen streng eingehalten werden könnten.
Mittel für Supervision
„Die Corona-Zeit nagt am gesamten Team des Kindergartens“, sagte Kürschner. Deshalb sei der Wunsch nach einer Supervision geäußert worden. Der GKR gab die Mittel für die Supervision frei.
Die geforderten Gottesdienstbesuche der Konfirmanden (110) könnten aufgrund der begrenzten Platzzahl in der Kirche nicht möglich gemacht werden. Die „Kontrolle“ werde ausgesetzt, beschloss der GKR. „Gehe so oft zum Gottesdienst, wie es dir guttut“, sei die Devise für den Jahrgang 2021.
