Cloppenburg - Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Landesverband Oldenburg hat jetzt auf der Landesversammlung im St. Vincenzhaus in Cloppenburg die bundesweite Forderung „#MachtLichtAn – gegen Machtmissbrauch und Klerikalismus“ bekräftigt.

Unter dem Motto #MachtLichtAn fordert die kfd seit 2018 die deutschen Bischöfe auf, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte einzusetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern.

„Es ist wichtig, dass begleitend zum Synodalen Weg in der katholischen Kirche den Forderungen öffentlicher Nachdruck verliehen wird, damit durch einen Wandel ‚Machtmissbrauch und Klerikalismus‘ überwunden wird“, so die Landesvorsitzende Elfriede Bruns aus Lastrup. Die Landesversammlung mit ihren Vertreterinnen aus den 43 kfd Gruppen stimmte dem einstimmig zu und verpflichtete sich, dies auf allen Ebenen umzusetzen.

Darüber hinaus standen Wahlen zum Landesvorstand an. Elfriede Bruns aus Lastrup, Petra Focke aus Vechta und Ulrike kl. Hillmann aus Steinfeld wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Damit besteht der Landesvorstand weiterhin aus sieben ehrenamtlichen Frauen.

Landesfrauenseelsorger und kfd-Präses Hermann Josef Lücker aus Vechta stellte sich nicht erneut zur Wahl und wurde mit anhaltendem Applaus in der Versammlung verabschiedet. Damit bleibt das Amt zunächst vakant, weil die kfd bundesweit die geistlichen Ämter neu bewerten und definieren möchte.

Im weiteren Studienteil beschäftigten sich die 62 Delegierten mit den aktuellen kfd-Themen: Lohngerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit wurden ebenso diskutiert wie Verbandsstrukturen. „Trotz beständiger Mitgliedszahlen muss sich die kfd immer wieder der Mitgliedergewinnung zuwenden,“ war die einhellige Überzeugung in Cloppenburg.