Cloppenburg - Dem Gesundheitsamt des Kreises Cloppenburg sind am Mittwoch sieben neue positive Coronatests vom Schlacht- und Zerlegebetrieb Danish Crown in Essen/Oldenburg gemeldet worden. Somit seien seit dem 28. Juni von dem aktuellen Ausbruch in dem Unternehmen 17 Arbeitnehmer aus dem Kreis Cloppenburg und 28 aus dem Kreis Osnabrück betroffen, teilte die Cloppenburger Kreisverwaltung mit. In sechs Fällen sei die Gamma-Variante des Virus nachgewiesen worden. Der erste Verdachtsfall dieser Mutante war am 15. Dezember 2020 in Brasilien gemeldet worden.
Insgesamt waren der Kreisverwaltung bis Mittwoch, 12 Uhr, acht Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden aus drei Gemeinden angezeigt worden. Damit ist die Zahl der aktuellen Coronafälle auf 32 gestiegen. Gleichzeitig wurden drei Genesungen registriert. Die Zahl der seit März 2020 positiv auf das Coronavirus getesteten Bürger im Kreis liegt bei 10 888. Zurzeit werden keine Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt.
Das Robert Koch-Institut hat eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner von 11,7 errechnet. Damit ist der Inzidenzwert von 10 im Kreis Cloppenburg am ersten Tag überschritten. Wie Landrat Johann Wimberg (CDU) erklärte, werde der Kreis Cloppenburg voraussichtlich weiterhin in der Stufe 0 des Niedersächsischen Stufenplans bleiben, auch wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 10 liege, solange sich das Infektionsgeschehen im Wesentlichen auf den einen betrieblichen Schwerpunkt in Essen konzentriere. Die Stufe 1 sieht unter anderem viel schärfere Kontaktbeschränkungen vor. Es habe sich bislang im Landkreis immer gezeigt, dass betriebliche Infektionsschwerpunkte besser einzudämmen seien als eine flächendeckende Verbreitung in zahlreichen Städten und Gemeinden.
Besorgt zeigte sich Landrat Wimberg angesichts der Einschleppung und Verbreitung von Infektionen durch Reiserückkehrer. Vor diesem Hintergrund rief er die Bevölkerung dazu auf, sich bald impfen zu lassen. Im Kreis wurden bisher 90 049 Erstimpfungen (52,76 Prozent) verabreicht. Einen vollständigen Impfschutz haben 62 375 Personen (36,54 Prozent).
