Cloppenburg - Rote und weiße Polstermöbel, ein schwarz-weißer Schachbrett-Boden und einige glänzende Chrom-Akzente – trotz Reisebeschränkungen ist Amerika in Cloppenburg jetzt ganz nah. Die Liebfrauenschule hat jetzt eine neue Caféteria im Stil eines amerikanischen Diners.
Schüler fühlen sich wohl
„Wir wollten etwas Spezielles und Besonderes. Etwas, was nicht so schulisch aussieht“, erklärte Schulleiter Andreas Weber am Freitag bei der offiziellen Einweihung – die durch Pater Andreas Bordowski vom Vorstand des Trägers, der Schulstiftung St. Benedikt, vorgenommen wurde. Dass die neue Caféteria gut angenommen wird, bestätigen die Oberstufen-Schüler, die an den Tischen in ihrer Freistunde Platz genommen haben und über ihren Aufgaben brüten. Schon am Montag, als die Räume erstmals nutzbar waren, seien viele Schüler vorbeigekommen und hätten neugierige Blicke in das Diner geworfen, berichtete Schulleiter Weber. Auch bei der Namensgebung haben sich die Schüler beteiligt: Schulfood – good food, better mood (Gutes Essen, bessere Laune) heißt das Diner.
Erste Gespräche im April
Erste Gespräche und Ideen zur Umgestaltung wurden im April dieses Jahres besprochen, berichtet Architekt und Planer Stefan Münzebrock von Concept M aus Cappeln. Die Möbel sind extra angefertigt, alles wurde extra für die neue Caféteria umgesetzt. „Das war auch alles in dieser Geschwindigkeit möglich, weil wir mit örtlichen Handwerkern zusammengearbeitet haben“, berichtete Hausmeister Olaf Vocks. Nur drei Wochen hat die Bauphase gedauert, sagte Münzebrock. In den Sommerferien wurden der Raum entkernt sowie die Malerarbeiten und das Verlegen des Bodens beendet. Die Elektroarbeiten, die Gestaltung des Außenbereichs und die Montage der Möbel sind nun den Herbstferien fertiggestellt worden.
Individuell nutzbar
62 Schülerinnen und Schüler finden innen Platz. Dabei sind die Tische und Trennwände in der Mitte des Raumes ohne Werkzeug einfach rückbaubar, sodass der Raum auch anders bestuhlt werden kann. Auf der Terrasse, die mit wetterfesten Sitzbänken und Tischen aus Holz ausgestattet ist, können sich zwei Schulklassen tummeln. Ein Sonnensegel soll den Außenbereich noch komplettieren, wünscht sich Schulleiter Weber. Der Raum wurde so konzipiert, dass hier auch mal Klassentreffen oder Sitzungen abgehalten werden können.
Gut kam in der ersten Woche auch das Essen der neuen Caféteria-Betreiber an: Es gab Hotdogs zum Einführungspreis von einem Euro. Das Ehepaar Taphorn, das sich auch um die gemeinsame Mensa von Marienschule und ULF kümmert, hat den Betrieb der Caféteria vom Caritas-Verein Altenoythe übernommen. Langfristig soll eine kleine Mittagskarte etabliert werden, die an den Diner- und New-York-Stil angepasst werden könnte. Ein neuer Wasserspender, um den sich der Förderverein des Gymnasiums bemüht hat, komplettiert das kulinarische Angebot am ULF.
