Cloppenburg - Auf das richtige Verhalten am Bahnübergang aufmerksam zu machen und über Gefahren aufzuklären – das waren die Ziele einer präventiven Aktion von Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und Bundespolizei am Montag in Cloppenburg.
Leichtsinn und Unaufmerksamkeit seien häufige Gründe für Unfälle am Bahnübergang, erklärte Thomas Gerbert, Pressesprecher der Bundespolizeidirektion Hannover. Viele wollten auch Zeit einsparen oder würden die Halbschranken umfahren, führt der 57-Jährige aus.
Besonders im Nordwesten würden viele Unfälle an Bahnübergangen passieren, so Gerbert. In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta habe es fünf Unfälle in 2018 (Niedersachsen: 22) und sechs Unfälle in 2019 (Niedersachsen: 19) gegeben, erklärt Nadine Luttmann, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Cloppenburg/ Vechta. Und im Mai dieses Jahres wollte eine 54-jährige Cloppenburgerin am Bahnübergang Sevelter Straße trotz eines herannahenden Zuges noch schnell mit ihrem Kinderwagen über die Gleise schieben (wir berichteten). Der Lokführer musste eine Gefahrenbremsung einleiten.
Insgesamt neun Beamte standen am Montagnachmittag am Bahnübergang der Sevelter Straße und sprachen bei geschlossenen Schranken Auto-, Motorrad- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger an. Neben Informationen zum achtsamen und sicherheitsgerechten Verhalten an Bahnübergängen erhielten sie dabei auch ein entsprechendes Infoblatt mit Verkehrsregeln.
Um auf die fatalen Folgen von Leichtsinn und Unachtsamkeit am Bahnübergang hinzuweisen, stellte die Polizei ein Unfallauto auf einem Anhänger aus – mit Schockeffekt. „Man sieht so das ganze Ausmaß eines schweren Zugunfalls“, so Luttmann. Der Wagen einer 86-Jährigen war 2013 von einem Zug erfasst worden – die Frau konnte zuvor glücklicherweise befreit werden.
