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Präventionsprojekt In Cloppenburg „Fit und Fun mit Fußball“ zeigt positive Wirkung

Cloppenburg - Das Präventionsprojekt „3 F – Fit und Fun mit Fußball“ der Organisatoren Deutscher Fußball-Bund (DFB), Institut für klinische Forschung am Cloppenburger St.-Josef-Hospital und der Gesundheitsregion des Landkreises Cloppenburg, das am 1. Juli 2019 mit 130 Teilnehmern – 100 Männern und 30 Frauen – startete, zeigt Wirkung.

Dies ergab eine Studie des Präventionsprojektes „3 F“, die Professor Dr. Joachim Schrader vor Kurzem auf einer Pressekonferenz beim Landkreis Cloppenburg vorstellte. Von rund 120 Befragten gaben 57 Prozent an, dass sich ihr Blutdruck verbessert habe. „Ein toller Wert. Das sind objektive Daten, dass die Studie wirkt“, freute sich Schrader.

Blutdruck verbessert

So wird aus der Studie zum Beispiel ersichtlich, dass sich bei vielen Teilnehmern der Blutdruck verbessert hat, seitdem sie am Trainingsprogramm mit Fußball zur Verbesserung der Risikofaktoren für Herz-, Kreislaufkrankheiten, Schlaganfall und Demenz teilnehmen. Ziel des Präventionsprogramms ist es, Frauen und Männer mit Bluthochdruck im Alter von 45 bis 70 Jahren zu motivieren, mit Fußball ihre Gesundheit zu fördern.

Exakt 86,6 Prozent der befragten Teilnehmer gaben zudem an, dass sich ihr Fitnesszustand gebessert hat. Auch bei der Verbesserung des Puls ist der Wert erfreulich. 51,7 Prozent sagten, dass sich ihr Puls verbessert habe. „Auch mit diesem Wert können wir mehr als zufrieden sein. Schließlich heißt es ja, je fitter man ist, desto besser ist der Puls“, berichtete Schrader.

Der renommierte Mediziner freute sich aber auch darüber, dass die Studie viele positive Nebeneffekte besitzt. Die Kraft des Fußballs sei enorm, betonte er. „Hier geht es auch um Sport in einer Gemeinschaft und um den Spaßfaktor.“

Schrader fügte hinzu, dass das Trainingsprogramm nicht auf Wettkampf-Fußball, sondern auf Spaß ausgelegt sei. „Dieser Spaßfaktor kommt bei den Teilnehmern sehr gut an. Dies lässt sich auch durch Zahlen belegen“, so Schrader. Doch der Mediziner verweist nicht nur auf die Zahlen, sondern auch auf die vielen persönlichen Gespräche, die er mit den Teilnehmern geführt hat. „Es ist schön zu sehen, dass die Studie so gut angenommen wird“, sagt der Cloppenburger.

Nachhaltigkeit zeigen

Das Training, welches aufgrund der Corona-Krise eine rund zweimonatige Zwangspause einlegen musste, ist vor Kurzem an den Standorten wieder gestartet. „Natürlich unter der Einhaltung der coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen“, so Schrader.

In der Studie wurden die Teilnehmer auch zu Verhaltensweisen während der Corona-Krise befragt. Dabei kam zum Beispiel heraus, dass 17,3 Prozent aller Befragten angaben, während der Corona-Krise mehr Alkohol getrunken zu haben.

Schrader hegt den großen Wunsch, dass dieses Trainingsangebot in den Vereinen fortgesetzt wird. „Das Angebot muss geschaffen werden, wenn es nachhaltig sein soll. Sonst bleibt es eine Laborstudie“, sagt Schrader. Für eine Nachhaltigkeit macht sich auch der frühere Vizepräsident des DFB, Eugen Gehlenborg (Garrel), stark. Für diese Nachhaltigkeit sei es wichtig, eine Infrastruktur zu schaffen, so dass man diese Maßnahme in den Vereinen weiterführen könne, so Gehlenborg.

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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