Cloppenburg - Dass ein harter Schädel für einen Boxer von Vorteil ist, dürfte jedem klar sein. Als Faust-Ersatz darf der Kopf aber natürlich nicht eingesetzt werden. Dennoch ist Marcel Sterlikow am zurückliegenden Wochenende beim Internationalen Boxturnier in Bad Mergentheim durch den Kopfstoß eines Gegners an der Nase verletzt worden. So schwer, dass der Faustkämpfer des Vereins Freizeit und Sport Cloppenburg an diesem Samstag in der heimischen Halle am Cappelner Damm nicht um die Bezirksmeisterschaft boxen kann. Er wäre in der Männer-Elite-Klasse bis 75 Kilogramm auf Ivan Atanasov vom VFB Oldenburg getroffen. „Das ist schon sehr schade“, sagt Wladimir Sterlikow, der Vater und Trainer des Lokalmatadors.
Drei FuS-Kämpfer dabei
Der hat aber noch drei andere Eisen im Feuer, wenn am Samstag ab 18 Uhr in der Halle der BBS Technik Cloppenburg die Luft brennt: So misst sich Xenia Keksel mit Riana Steffens vom VTV Assel in der Altersklasse U-15 bis 60 Kilogramm und Mario Sdraila mit Armin Tbich vom SC Hemmoor bei den U-19 bis 57 kg.
Nach Flucht in den Ring
Hinzu kommt ein Kampf des vor dem Krieg aus Mariupol geflüchteten Ukrainers Alexander Tretjakow, der nun für den FuS-Verein antritt. „Sein Gegner heißt Janderson da Gracia-Schulz“, verrät Wladimir Sterlikow.
Dessen Sohn Marcel kann sich derweil über das Verpassen der Titelkämpfe vor der eigenen Haustür damit hinwegtrösten, dass er beim Viking Boxing Cup in Baden-Württemberg tolle Treffer und damit einen schönen Erfolg gelandet hatte – bevor später der Kopf eines Gegners in seinem Gesicht landete. So hatte er in seinem ersten Kampf einen starken Boxer aus Estland geschlagen, bevor er sich wegen des Kopfstoßes die Teilnahme am Bezirksmeisterschafts-Finale aus dem Kopf schlagen musste. Matvei Starikov, immerhin ein Teilnehmer der Jugend-Weltmeisterschaften 2021, war Marcel Sterlikow nach Punkten unterlegen. Nach Punkten verloren hat derweil FuS-Boxer Kevin Pfeifer sein Bezirksmeisterschafts-Halbfinale in Oldenburg.
