Cloppenburg - Rund 450 000 Euro soll die Stadt Cloppenburg in die Sanierung des Schützenhauses des Bürgerschützenvereins in Cloppenburg investieren. Darum hatte der Verein in einem Antrag gebeten, der am Montagabend im Stadtrat einstimmig beschieden wurde. Damit ist der finanzielle Anteil der Stadt erheblich gestiegen.
Ursprünglich hatten die Schützen 650 000 Euro kalkuliert. Im ersten Finanzplan hätte die Stadt gemäß ihrer Sportförderrichtlinie maximal 50 000 Euro gegeben, wenn der Verein einen Eigenanteil von 20 Prozent der Kosten nachweisen kann. Außerdem wären auf die Stadt als Eigentümerin Kosten von 250 000 Euro zugekommen.
Zweite Erhöhung
In begründeten Fälle könne aber von der Forderung der Höhe des Eigenanteils abgesehen werden. Und so ist es nun auch bei der zweiten und bisher finalen Erhöhung vorgesehen. Insgesamt wurde mit 750 000 Euro kalkuliert.
Laut ihrer Sportförderrichtlinie zahlt die Stadt 50 000 Euro, der Landkreis und der Landessportbund zahlen jeweils 100 000 Euro. Eine Förderung der N-Bank ergibt 10 000 Euro. Eigenmittel sind mit 90 000 Euro vorgesehen, die Stadt als Eigentümerin ist mit noch einmal 400 000 Euro dabei.
Man erwarte, dass Verein erhebliche Anstrengungen unternehme, um den nötigen Zuschussbetrag der Stadt Cloppenburg durch Einwerben von Spenden und Eigenleistung zu verringern, sagte der Erste Stadtrat Wigbert Grotjan.
Unterstützung der Politik
Als großen Schluck aus der Pulle bezeichnete CDU-Ratsherr Dr. Franz Stuke die Investition. Auch wenn die große Summe bei dem einen oder anderen Politiker vielleicht für Unwohlsein sorge, habe man gegenüber einem ehrenamtlichen Verein die Verpflichtung, ihm bei so einem großen Vorhaben unter die Arme zu greifen.
„Ich kann mit ruhigem Gewissen zustimmen“, so Stuke. Andreas Bonk (SPD) wies darauf hin, dass die Bürgerschützen der zweitgrößte Verein in Cloppenburg sei und auf diesen schwierige Zeiten zukämen, wenn der Vereinssitz nicht saniert werden würde. 691 Mitglieder sind beim Bürgerschützenverein aktiv, davon 32 Kinder und Jugendliche.
