Landkreis Cloppenburg - 404 neue Corona-Fälle hat das Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg innerhalb von 24 Stunden bis Donnerstag, 12 Uhr, registriert. Da dieser „Andrang“ die Behörde aber vor eine „enorme Herausforderung“ stelle, so Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl, gehe die Abarbeitung und Registrierung der neuen Fälle auch nach dem Stichzeitpunkt 12 Uhr nahtlos weiter. Außerdem wurden 140 Genesungen registriert. 1821 Personen – und damit so viele wie nie zuvor seit Ausbruch der Pandemie – sind momentan mit dem Coronavirus infiziert. Die Ansteckungsgefahr sei aktuell in jedem Lebensbereich so hoch wie nie im Laufe der Pandemie, teilt die Kreisverwaltung weiter mit.
Weniger Patienten
1160 Personen befinden sich momentan in amtlich angeordneter Quarantäne. Sechs Personen, und damit zwei weniger als am Mittwoch, sind im Krankenhaus. Ein Corona-Patient (-1) ist so schwer erkrankt, dass er auf der Intensivstation behandelt werden muss. Und auch die Sieben-Tage-Inzidenz schießt am Donnerstag durch die Decke: Lag sie am Mittwoch nach Angaben des Robert-Koch-Instituts noch bei 535,8 pro 100.000 Einwohner, springt sie auf 699,8 pro 100.000 Einwohner.
Die Kreisverwaltung wird angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen nicht müde, an die Einhaltung der Hygieneregeln, die Kontaktbeschränkungen sowie das kostenlose und tägliche Impfangebot zu erinnern. Es seien unter www.impfung-clp.de aktuell zahlreiche Impftermine für jede Altersgruppe ab fünf Jahren Verfügung. Das kostenlose Testangebot unter corona.lkclp.de ist außerdem in dieser Woche mehrfach ergänzt und aktualisiert worden, teilte die Kreisbehörde weiter mit.
Keine Nachtfahrten
Außerdem entbindet der Landkreis Cloppenburg die Taxiunternehmen von der Betriebspflicht für Nachtfahrten. Diese Befreiung erfolge analog der Geltungsdauer der Niedersächsischen Verordnung über infektionspräventive Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und dessen Varianten bis zum 2. Februar. Wegen der aktuellen Pandemie sind das öffentliche Leben sowie das Nachtleben stark eingeschränkt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es nach Angaben der Kreisverwaltung deshalb unzumutbar, weiterhin Nachtfahrten anbieten zu müssen. Da die Taxiunternehmen aber gegenüber den Menschen, die chronisch krank sind, eine hohe Verantwortung haben, bleibt die Betriebspflicht von 6 bis 20 Uhr bestehen, so der Landkreis.
