Löningen - Einen Tag nach der Verschärfung der Corona-Regeln in einigen Teilen des Landkreises Cloppenburg zeigt sich: Es ist vielleicht ruhiger als sonst an einem Samstag in Löningen, an dem der Himmel strahlend blau und die Herbstsonne erstaunlich warm sind, doch viele Menschen sind gelassen – trotz der neuen Verordnungen, trotz der steigenden Infektionszahlen. Man hält Abstand, ja, es gibt weniger Grüppchen von Bekannten, die sich auf Supermarktparkplätzen, vor dem Bäcker oder beim nachmittäglichen Spaziergang auf einen Plausch zusammenstellen. Doch nervös wirkt eigentlich niemand.
„Wir sind das ja nun schon seit Monaten gewohnt“, sagt eine Seniorin, die ihren kleinen Hund Gassi führt. „Aufpassen, Abstand halten“, sagt sie. „Das lernen jetzt vielleicht auch die letzten, die sich bislang nicht an die Regeln gehalten haben, vor allem die jungen“, sagt sie und schimpft ein wenig über die Jugendlichen, die gern abends an typischen Treffpunkten draußen zusammensitzen. Doch weder am Freitagabend, noch im Laufe des Samstags fielen auf den ersten Blick die typischen Jugendgruppen ins Auge. Die Parkbänke entlang der Hase-Wanderwege waren verwaist. Die Sportplätze sind es ebenso – wie so viele andere Wochenenden zuvor, als die Pandemie ihre Hochzeit hatte, es hängen Verbotsschilder und Flatterbänder vor den Zugängen.
Nur vereinzelt Radfahrer, wenige Spaziergänger
In vielen Gärten brummen die Rasenmäher, aus einigen weht bereits am Nachmittag der Geruch von Grillkohle durch die Nachbarschaft – es ist ein herrlicher Spätsommertag, da bietet sich ein Grillabend mit der Familie an. Eigentlich auch eine Fahrradtour: Gerade bei sonnigem Wetter fahren gern große Gruppen durch die Ortschaften, doch es ist ruhig auf den Wegen. Nur vereinzelt sind Radler zu sehen, und auch die Spaziergänger sind überschaubar. Tag eins nach den neuen Verordnungen, den neuen nach oben geschnellten Infektionszahlen, bleiben die Menschen vielleicht lieber ein wenig für sich – und auf Abstand, wer weiß.
