Cloppenburg - Nach zwei Tagen Distanzlernen sind die Schüler der Cloppenburger BBS Technik am Mittwoch größtenteils wieder in die Schule zurückgekehrt. Das teilte Sascha Sebastian Rühl als Pressesprecher des Landkreises Cloppenburg mit. Unbekannte hatten bereits am vergangenen Freitag einen Hackerangriff auf die BBS Technik mittels einer sogenannten Ransomware verübt. Dabei handelt es sich um einen Verschlüsselungstrojaner, der es zum Ziel hat, vom Betreiber der befallenen Infrastruktur ein „Lösegeld“ (englisch: Ransom) zu erpressen.
Der Landkreis Cloppenburg hatte als Schulträger am Sonntag von dem Hackerangriff berichtet, nach der Attacke stand in der Schule das Internet nicht mehr zur Verfügung. Die Schulleitung entschloss sich daraufhin, für Montag und diesen Dienstag Distanzlernen über andere Netzwerke anzuordnen. „Das W-Lan funktioniert wieder. Damit ist das Netzwerk in Teilen wiederhergestellt“, so Rühl weiter.
Zu möglichen Lösegeldforderungen und dem entstandenen finanziellen Schaden gab es vom Pressesprecher hingegen keine Informationen. Zudem verwies er auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen. Bereits am Dienstag hatte Rühls Kollegin Anna Kampmann auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, dass es einen Cyberangriff dieser Art bisher noch an keiner weiteren Schule in Trägerschaft des Landkreises Cloppenburg gegeben habe.
