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Disco in Friesoythe bleibt geschlossen Das „Empire“ schlägt nicht zurück

Die Diskothek Empire an der Elbestraße in Friesoythe bleibt geschlossen.

Die Diskothek Empire an der Elbestraße in Friesoythe bleibt geschlossen.

Heiner Elsen

Friesoythe - Das große Schild über dem Eingang ist bereits verschwunden. An einer Glasscheibe im Eingangsbereich hängt ein Zettel mit der großen Aufschrift „Zutritt verboten“. Nach einem pulsierenden Nachtleben und einem „Planet fürs Tanzen“ sieht es absolut nicht mehr aus. Die Diskothek Empire – mit dem Untertitel „Planet Dance Friesoythe“ – ist Geschichte.

Keine Stellungnahme

„Die Stadt Friesoythe hat dem Landkreis Cloppenburg im März 2023 mitgeteilt, dass für die Diskothek Empire nunmehr eine Gewerbeabmeldung vorliegt“, sagt Landkreis-Pressesprecher Frank Beumker auf Nachfrage unserer Redaktion. Den Betreiber selbst konnte unsere Redaktion seit Monaten weder per Telefon noch per E-Mail mit Bitte um eine schriftliche Stellungnahme erreichen. „Der Betreiber hat sich wegen einer Wiedereröffnung der Diskothek Empire weiterhin noch nicht wieder beim Landkreis Cloppenburg gemeldet“, so Beumker weiter.

Kommentar
Die Diskothek Empire an der Elbestraße in Friesoythe bleibt geschlossen.

KOMMENTAR ZUM EMPIRE-AUS IN FRIESOYTHE Düstere Zeiten für das Nachtleben

Heiner Elsen

Zuletzt geöffnet war die Friesoyther Diskothek in der Nacht vom 12. auf den 13. November 2021. Damals war bei einer Routinekontrolle der Polizei und von Mitarbeitern des Landkreises Cloppenburg aufgefallen, dass sich laut damals geltender Corona-Verordnung zu viele Gäste in der Diskothek aufhielten und der 2G-Status nicht überprüft worden war. Der Landkreis ließ das Empire sofort schließen und durch Personal der Disco räumen.

Da die Security die Notausgänge zunächst nicht öffnete und dichtes Gedränge herrschte, entstand ein Getümmel. Eine strafrechtliche Verfolgung nach diesem Vorfall wurde aber im Mai 2022 eingestellt.

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Trotzdem stellte der Landkreis Cloppenburg eine Liste mit Baumaßnahmen zusammen, die erfüllt werden müssten, damit der Betrieb in dem Gebäude an der Elbestraße wieder eröffnen kann. Dieser Maßnahmenkatalog enthält folgenden Punkte: Evakuierungskonzept erstellen, Flucht- und Rettungswegeplan erstellen und im Eingangsbereich aushängen, Nachweis der Unterweisung des Fachpersonals im Bereich Brand- und Personenschutz, Vorlage Nachweis über jährliche beziehungsweise zweijährige Prüfungen der brandschutzrechtlichen Einrichtungen, Betonringe vor Fluchttüren richtig positionieren, Rettungswegkennzeichen prüfen und instand setzen sowie zwei Fluchttüren im Biergarten so ändern, dass sie nach außen aufschlagen.

Schild verschwunden

Noch im Mai 2022 sagte Betreiber Thorsten Bruns im Gespräch mit unserer Redaktion, dass die ersten Mängel bereits beseitigt worden waren und man spätestens im Herbst 2022 die Türen wieder öffnen wolle. Seitdem ist nichts passiert – bis vor einigen Tagen auch das große Schild mit der Aufschrift „Empire“ über dem Eingangsbereich verschwand. Bis Mitte 2022 wurde das Gebäude noch als Testzentrum genutzt.

Bis 2017 war in dem Gebäude die Diskothek „Extra“ untergebracht. Nach einem Jahr Leerstand hatte Bruns dann 2018 zusammen mit Pierre Olligesgeers, Sohn des mittlerweile verstorbenen Pächters, den Betrieb übernommen.

Die Zusammenarbeit zerbrach allerdings zwischendurch, sodass Bruns den Betrieb bis zuletzt alleine weiter führte.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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