„Höffmann (SPD) wirft Kreis Versagen vor“ (NWZ vom 9. September zur Diskussion im städtischen Ausschuss für Kultur, Sport, Familie und Soziales zu (Teil)-Schließungen der Kreißsäle in Friesoythe und Cloppenburg

Mit großem Erstaunen habe ich die Aussage von Dr. Franz Stuke gelesen, der die großen Sorgen des Stadtratsmitglieds Jan Oskar Höffmann hinsichtlich der Entwicklung des Hebammen- und Ärztemangels in Cloppenburg als „Schaulaufen“ abgetan hat. Ein solche Äußerung hätte ich von Dr. Stuke, den ich im Übrigen sehr schätze, wirklich nicht erwartet. Da bemüht sich ein Kommunalpolitiker, Leute wachzurütteln, etwas zu bewegen (auch zum Wohle der CDU-Wähler), und wird so „abgewatscht“.

Im Ernst: Es muss egal sein, ob sich ein gewähltes Stadtratsmitglied der SPD, CDU oder einer sonstigen demokratischen Partei Sorgen macht, Ideologen oder die „Partei der Reichen und Schönen“ lasse ich mal außen vor. Da fehlt mir die Empathie für die „kleinen Leute“. Wenn Herr Dr. Stuke, wie auch andere Christdemokraten, die Schuld nach Hannover und Berlin abschiebt, ist das für mich nicht in Ordnung. Die Frauen und Männer sind schließlich nicht aus reiner Freude am Demonstrieren vor einigen Wochen in Cloppenburg zahlreich auf die Straße gegangen, sondern um die Politiker wachzurütteln. Das gilt in erster Linie für die Kommunalpolitiker und die eingerichteten Gruppen vor Ort.

Es müssen, wie man so schön sagt, „alle Hebel in Bewegung“ gesetzt werden, um Änderungen bzw. Verbesserungen zu erreichen. „Mit „stetig Tropfen höhlt den Stein“ benutze ich gerne wieder ein Sprichwort. Appelle fruchten, lieber Franz Stuke, nur dann, wenn sie nicht von einem „Einzelkämpfer“ kommen. Gemeinsam ist man stark, da muss die Farbe des Parteibuchs (rot oder schwarz) außen vor bleiben. Ich bin mir sicher, dass es den Betroffenen egal ist, welche Parteien für sie kämpfen, Hauptsache sie merken, es tut sich was: und das am Besten im Verbund. Die Bürgerinnen und Bürger sind sicher für ein gemeinsames Handeln dankbar.

Bernd Stallmann Cloppenburg