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Dorfentwicklung in HoKeBü Nun geht es in die Umsetzung

Dana Neumann vom Amt für regionale Landesentwicklung (Zweite v.l.) überreichte die Plananerkennung an (v.l.): Bürgermeister Thomas Höffmann (Garrel), Bürgermeister Michael Fischer und Wigbert Grotjan, Allgemeiner Vertreter des Cloppenburger Bürgermeisters. Arbeitskreis-Vorsitzender Frank Schwerter freut sich über den Start.

Dana Neumann vom Amt für regionale Landesentwicklung (Zweite v.l.) überreichte die Plananerkennung an (v.l.): Bürgermeister Thomas Höffmann (Garrel), Bürgermeister Michael Fischer und Wigbert Grotjan, Allgemeiner Vertreter des Cloppenburger Bürgermeisters. Arbeitskreis-Vorsitzender Frank Schwerter freut sich über den Start.

Reiner Kramer

Hokebü - 2018 mit den ersten Überlegungen gestartet, ist am Montagnachmittag im Pater-Titus-Haus im Dreiländereck Hoheging-Kellerhöhe-Bürgermoor (HoKeBü) mit der offiziellen Plananerkennung der Prozess der Dorfentwicklung begonnen worden, bedeutet: Privatleute können sich beraten lassen und Anträge mit Bekanntgabe der Richtlinie am 1. August stellen. „Die nächste Etappe ist geschafft“, freute sich Emsteks Bürgermeister Michael Fischer. „Jetzt können wir nach und nach Geld ausgeben.“

Dorfversammlung geplant

Zwar ist für den 5. September eine Dorfversammlung geplant, aber die Frist zur Antragsstellung beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems am 30. September ausläuft, rät Richard Gertken vom Büro für Landschaftsplanung in Werlte, zur baldigen Antragsstellung. Die Beratung läuft über das Büro und ist kostenlos. Richard Gertken ist erreichbar unter Tel. 05951/951013 oder per E-Mail an r.gertken@bfl-werlte.de. Ob ein Gebäude aus den Mitteln der Dorfentwicklung gefördert werden kann, wird im Beratungsgespräch geklärt.

Für eine Sanierung ortsbildprägender Gebäude kann der Antragssteller bis zu 50.000 Euro gefördert bekommen. Für eine Umnutzung sind bis zu 150.000 Euro möglich. Die Förderquote beträgt in diesem Fall bis zu 40 Prozent der Kosten. Auch landwirtschaftliche Hofstellen in Außenlagen sind förderfähig, machten die Verantwortlichen deutlich. Und auch für die Umgestaltung des Umfeldes des Gebäudes gibt es Zuschüsse. Das kann etwa bedeuten, dass ein Stallgebäude zu Wohnraum umgenutzt wird. Ganz wichtig: „Ohne Zuwendungsbescheid darf nicht gestartet werden“, sagt Dana Neumann vom Amt für regionale Landesentwicklung.

Das sind die Leitprojekte

Die Beteiligung der Bevölkerung war ein wichtiger Baustein, um die gemeinschaftlichen Projekte auf den Weg zu bringen, sagte Frank Schwerter, Vorsitzender des Arbeitskreises zur Dorfentwicklung in HoKeBü. Er freut sich, dass Bewohner aller Altersgruppen sich einbringen konnten. Die zunächst festgelegten Start- und Leitprojekte: die Sanierung des Fahrradweges entlang des Mittelwegs, die Sanierung des Pater-Titus-Hauses (Kirchengemeinde), ein Rundweg durch alle drei Gemeindeteile, eine Folgenutzung für den alten Kindergarten, die Aufwertung von Kirchenumfeld und Schützenfestplatz. Ein Projekt scheint schon jetzt von der Agenda verschwinden zu können: der Dorfladen. Der solle in Kürze eröffnet werden, hieß es aus der Runde.

Die Liste ist damit keinesfalls erschöpft, sondern kann in den nächsten Jahren – der Förderzeitraum gilt bis 2029 – ergänzt werden. Von einer „außergewöhnlich guten Ausgangssituation“ sprach ArL-Vertreterin Neumann. Die Projektanträge werden jährlich beim ArL bewertet und in einer Rangfolge – je nach zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln – bewilligt. „Wir hoffen, dass wir alle Anträge fördern können“, so Neumann und rief dazu auf, „die Chancen zu nutzen“.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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