Garrel - Als „beispielhaften Beschluss“ bezeichnete der ehemalige Cloppenburger Bürgermeister und gebürtige Garreler Dr. Wolfgang Wiese die Ratsentscheidung zur Verleihung des Ehrenamtspreises in seiner Festansprache. Denn ohne Ehrenamt oder ehrenamtliches Engagement wäre Vieles vor Ort nicht möglich und schon gar nicht bezahlbar.

„Was bedeutet eigentlich Ehrenamt?“, fragte Wiese. „Ganz klar: Eine Ehre ist es auf jeden Fall! Aber ist es mit der Ehre genug? Auch hier für mich ganz klar: Nein!“ 38 Prozent der Gesamtbevölkerung würden sich in Deutschland ehrenamtlich engagieren. In Garrel wären das umgerechnet 5700 Menschen. „Dabei glaube ich sogar, dass es in Garrel noch mehr sind.“ Das Ehrenamt stifte Sinn. Es gebe einem das Gefühl, dass man gebraucht werde. Es habe auch eine sehr hohe soziale Funktion, verhindere Vereinsamung und man erreiche in der Gemeinschaft mehr. Der Staat wäre mit den Aufgaben, die Ehrenamt übernommen habe, „total überfordert“. Ehrenamt sei aber auch Arbeit und keinesfalls selbstverständlich. „Die Ehrenamtlichen beweisen immer wieder, dass nicht die Ellbogen in unserer Gesellschaft das wichtigste Körperteil sind, sondern Herz und Verstand.“ Er könne nur jedem raten, sich in das Gemeinschaftsleben aktiv einzubringen. „Dann werden Sie erleben, wie viel Gutes und wie viel Freude Sie gemeinsam mit anderen Menschen erleben können.“

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)