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NWZonline.de Region Cloppenburg

Duell auf dem Asphalt

22.09.2015

Das Eisenfest war wieder einmal auch Dank der großen Programmvielfalt ein großer Erfolg. Zwar wurden längst nicht alle Aktionen so angenommen, wie sie es verdient hätten, doch unter dem Strich zeigten sich die Organisatoren zufrieden.

Zu einem der Höhepunkte gehörte die Friesoythe Classic am Sonnabend. 66 Oldtimer gingen wie berichtet an den Start. Unter ihnen war auch Bürgermeister Sven Stratmann (SPD) mit einem weinroten Mercedes-Benz 280 SE W108 aus dem Jahr 1969 sowie der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Möller (CDU) mit einem blauen Cadillac Fleetwood, Baujahr 1963. Möller hatte Stratmanns Vorgänger und jetzigen Landrat Johann Wimberg (CDU) auf dem Beifahrersitz. Und just in dem Moment, wo Stratmann auf die Strecke gehen wollte, rauschte Möller, der sich ein paar Minuten zuvor auf den Rundkurs machte, am Startpunkt und somit an ihm vorbei. Irgendwo auf der 1,4 Kilometer langen Strecke muss der Bürgermeister seinen Stellvertreter überholt haben, denn plötzlich war Stratmann wieder vorne. Das wiederum ließ Möller nicht auf sich sitzen und gab direkt in der Ortsmitte öffentlichkeitswirksam Gas und zog mit seinem bulligen Achtzylinder am weinroten Mercedes vorbei. Danach ging es für Möller und Wimberg auf die große Strecke ins Umland während Stratmann noch drei Runden drehen musste. Das war auch gut so. Wer weiß, wie das Duell ausgegangen wäre.

Völlig unbeeindruckt von diesem Kräftemessen zeigte sich Uwe Huntemann aus Delmenhorst, der mit seinem Beifahrer Karl-Ernst Meyer aus Ganderkesee mit einem Mercedes-Benz Ponton 190 (Baujahr 1959) konstant gute Runden absolvierte und den Tagessieg einfuhr. Am Abend erhielt das Team dafür den Siegeslorbeerkranz in Gold, einen großen Pokal sowie den Wanderpokal, der 2012 im Rahmen eines Schmiedewettbewerbes auf dem Eisenfest gefertigt wurde.

Schon ganz gespannt sein darf man auf das Ergebnis des Metallertreffens. Rund 40 Wandergesellen aus ganz Deutschland waren bekanntlich seit einer Woche in der Stadt, um gemeinsam am Projekt „Begegnung“ zu arbeiten. Jedes Handwerk brachte sich ein und so entstand ein imposantes Kunstwerk. Der Pavillon mit einem Durchmesser von fast sieben Metern soll demnächst vor dem Friesoyther Krankenhaus einen Platz finden.

Dass die Gesellen auf der Walz nicht nur etwas vom Arbeiten, sondern auch vom Feiern verstehen, bewiesen sie am Freitagabend bei der Show zur Eisenfee-Wahl im Festzelt an der Wasserstraße. Gut gelaunt verfolgten sie das geschehen auf der Bühne. Ihr große Favoritin: Mareike Martens aus Oldenburg. Diese fertigt in ihrer Freizeit nämlich kleine Kunstwerke aus Eisen, da hatte sie gerade die Schmiedegesellen schnell auf ihrer Seite.

Als nicht ganz fair erwiesen sich die Damen und Herren allerdings bei der Verkündung der Siegerin. Denn als nicht Martens, sondern Xenia Danilina als Siegerin ausgerufen wurde, äußerten die Gesellen lautstark ihren Unmut. Sie kamen aber schnell wieder zur Besinnung, entschuldigten sich bei der Siegerin für ihr Verhalten und luden Eisenfee Xenia am nächsten Tag zum Abschlusstreffen der Metaller ein. Die neue Eisenfee nahm das vorherige Verhalten sportlich und die Einladung gerne an.

Das diesjährige Eisenfest stand auch ganz im Zeichen der zehnjährigen Städtepartnerschaft zwischen Friesoythe und Swiebodzin. Dabei legten sich besonders die Schüler der Oberschule Friesoythe in Altenoythe und ihre polnischen Mitschüler, die noch bis Mittwoch in der Eisenstadt zu Gast sind, mächtig ins Zeug. So waren sie gleich an zwei großen Aktionen beteiligt, die das Miteinander stärken sollten: „Schmieden für Europa“ und „Pflanzen für Europa“. Die Schüler beider Städte waren samt der engagierten Begleitpersonen voll bei der Sache und lebten ein gemeinsames Europa durch ihren Einsatz und vor allem ihre unbeschwerte Art hervorragend vor.

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