Barßel - In der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian in Barßel feierte am Sonntag der vor gut zwei Wochen in Rom zum Priester geweihte Albert Lüken seine Heimatprimiz. Rund 350 Barßeler waren zuvor zur Priesterweihe für eine Woche nach Rom gepilgert (die NWZ berichtete).
Bereits eine Stunde vor Messebeginn wurde der neue Priester mit einem feierlichen Zug von seinem Elternhaus in Neuland abgeholt und zur Pfarrkirche begleitet. Der Festweg war von Anliegern, Nachbarn, Freunden und Bekannten geschmückt worden. In der Kirche warteten schon viele Gläubige, die an diesem besonderen Gottesdienst teilnehmen wollten. Das Gotteshaus war voll, als der Neupriester mit vielen Geistlichen, darunter Heimpfarrer Ludger Becker, einzog.
Die Primiz begann mit kräftigem Gesang, unter anderem der Chorgemeinschaft Barßel, und einem langen Einzug von Fahnenträgern der Verbände, der konzelebrierenden Priester, Diakone und Messdiener in festlichen Gewändern. Die Predigt hielt Pater Paul Thörner, ein enger Wegbegleiter des Barßeler Neupriesters. „Ich freue mich, dass Du Deiner Berufung gefolgt bist. Ich war immer davon überzeugt, dass du ein menschlicher Seelsorger wirst“, so der Pater. „Der Beruf ist für mich Berufung. Ich habe mich für den Beruf des Priesters entschieden“, sagte Albert Lüken, der sein Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium in Friesoythe gemacht hat. Für den 28-Jährigen bedeutet Priester zu sein, „die Erfahrung, die er mit Gott gemacht hat, zu leben“.
Er freute sich darüber, dass so viele Menschen zu seiner Heimatprimiz gekommen sind. „Ihr Kommen ist ein starkes Zeichen der Verbundenheit“, sagte Lüken. Es sei so, als wen man gar nicht weggewesen wäre. Für ihn sei es schon während der Studienzeit ein Herzenswunsch gewesen, seiner ersten Messe als Priester in seiner Heimatgemeinde vorzustehen. Als Leitwort hatte er sich „Der Herr sei mit Euch“ gewählt.
Nach dem Gottesdienst gab es den Empfang im Pfarrheim. Zahlreiche Hände muste Lüken schütteln und eine große Gratulationscour über sich ergehen lassen. Als Geschenk von seiner Heimatgemeinde erhielt er ein weißes Messgewand. Stolz waren auch die Eltern Berthold und Gertrud Lüken sowie Pfarrer Ludger Becker. „So oft kommt es nicht vor, dass ein Sohn der Heimatgemeinde zum Priester geweiht wird“, so Pfarrer Becker. Bis Herbst nächsten Jahres wird Lüken in Rom sein Studium beenden und dann voraussichtlich in das Bistum Münster zurückkehren.
