Cappeln - Netto will seinen Discounter an der Ecke Großer Kamp/Tenstedter Straße in Cappeln erweitern und modernisieren. Der Planungs-, Umwelt- und Wegeausschuss hat die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans empfohlen. Der Markt hat derzeit eine Größe von 828 Quadratmetern (qm) plus 25 qm für einen eigenständigen Backshop. Die Verkaufsfläche des Nahversorgers soll auf 1047 qm erweitert werden, die des Backshop mit Café auf 67.
Betrieblich notwendig
Aus betrieblicher Notwendigkeit soll die Netto-Filiale durch eine großzügigere Verkaufsfläche mit neuen Regalen und verbesserter Warenlogistik so modernisiert werden, dass sie im Wettbewerb leistungsfähig aufgestellt bleibt, heißt es vonseiten des Antragsstellers. Beispiel: Dem Kunden sei ein ungehinderter und störungsfreier Zugriff auf das Sortiment nicht möglich. Schmale Gänge führten zu Barrieren, wenn sich zwei Einkaufswagen entgegenkämen oder der Kunde mit seinem Einkaufswagen durch Regalnachfüllungen blockiert werde. Geplant sei auch, die Haustechnik auf energiesparende Systeme umzustellen. Die bundesweit einheitliche Sortiments- und Angebotspolitik der Netto-Märkte von rund 5200 Artikeln werde nicht ausgeweitet.
Mehrumsätze erwartet
Einziger Konkurrent von Netto in Cappeln ist der Combi-Markt an der Cloppenburger Straße. Dann folgen die Märkte in Cloppenburg und Emstek. Durch die Erweiterung generiert Netto nach eigenen Angaben Mehrumsätze aus einer Rückgewinnung von Kaufkraft der in der Gemeinde wohnenden Menschen.
Die Gemeinde Cappeln hat gut 8000 Einwohner, der Ort 3000. Die meiste Kaufkraft fließe ab nach Cloppenburg (unter anderem Lidl, Aldi, Famila, Kaufland) und zu geringeren Teilen nach Emstek (u.a. Lidl, Aldi). Die bislang abfließende Kaufkraft in Höhe von rund 20,4 Millionen Euro im Jahr werde um etwa 1,2 Millionen reduziert. Derzeit generiere die Netto-Filiale einen Jahresumsatz von rund 3,9 Millionen Euro.
