Cloppenburg - 25 Grad, Sonne, wolkenloser Himmel und eine Wassertemperatur um die 20 Grad. Das klingt für die meisten nach idealem Badewetter. Nicht aber für die Eisschwimmer aus Cloppenburg, die sich am Sonntag beim Eisduathlon in den vier Grad kalten Surfsee stürzten. „Wenn es warm ist, macht es keinen Spaß“, macht Juri klar.
Gesundheitliche Vorzüge
Ihm geht es, wie für die anderen neun Eisschwimmer und eine Eisschwimmerin, um Spaß, aber auch um die Gesundheit. Seit 2010 ist er dabei. Dauererkältung und Schnupfen im Winter hätten ihn zum Eisschwimmen geführt, erzählt der 56-jährige im strömenden Regen, bekleidet mit Badehose und einem Parker kurz vor dem Start. Gleich nach dem ersten Tauchgang habe er am anderen Tag Erleichterung gespürt, und „seitdem bin ich dabei und nie wieder krank geworden“, sagt er.
„Warm“ gelaufen
Wladimir Sterlikow vom Verein Freizeit und Sport organisiert das regelmäßige Eisschwimmen und motiviert seine Schwimmer für das eiskalte Badevergnügen. Bürgermeister Neidhard Varnhorn gab den Startschuss zum Lauf rund um den Surfsee. Nach gut einem Kilometer stürzten sich die Schwimmer „aufgewärmt“ in den eiskalten See.
Nach knapp fünf Minuten war das kalte Vergnügen auch schon wieder vorbei. Doch wer glaubte, die Schwimmer träten die Flucht ins vorgeheizte Auto an, wurde enttäuscht. Bürgermeister Varnhorn überreichte den mutigen Sportlern eine Medaille und war voll des Lobes über diese sportliche Herausforderung.
Begleitet wurde das Schwimmvergnügen vom Kardiologen Dr. Paul Meyer, der dem Sport nur Positives abgewinnen kann. „Wer gesund und durchtrainiert ist, kann am Eisschwimmen teilnehmen“, sagt er und ergänzt, „durch den Kältereiz wird eine Stärkung des Immunsystems herbeigeführt“.
