Elisabethfehn - Einen kleinen Appetitmacher auf die Postgeschichte kann man ab jetzt im Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn bestaunen. Im Rahmen des interdisziplinären Masterstudiengang Museum und Ausstellung haben jetzt Studierende der Universität Oldenburg während ihrer Praxistage in Elisabethfehn eine kleine Ausstellung ins Leben gerufen.
Unterstützt wurden Ilka Kutscher, Annika Liebig, Claas-Lucas Siebels und Lara Wolf dabei vom Postgeschichtlichen Museum in Friesoythe und dessen Leiter Wolfgang Letzel. „Besonders gut hat uns gefallen, dass wir die Ausstellung von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung eigenständig erarbeiten konnten. Sowohl Recherche als auch handwerkliche Arbeiten waren dabei von Nöten“, sagt Ilka Kutscher.
Postgeschichte E’fehn
Unter anderem geht es in der Mini-Ausstellung um die Postgeschichte direkt in Elisabethfehn. Bevor 1887 eine Posthilfsstelle im Haus des Kaufmanns Pekeler eingerichtet wurde, musste die Bewohner der Kanalsiedlung für ihre Postgeschäfte nach Barßel fahren.
1901 wurde die Hilfsstelle dann zu einer Agentur umgebaut und 1903 von einem Herrn Lanwer übernommen. Heute sind beide Poststellen in Elisabethfehn an Geschäfte angeschlossen – im Markant-Markt und im Kiosk E’fehn.
Weitere Schwerpunkte der Ausstellung sind die Geschichte der Post im Allgemeinen. Ebenfalls wird zum Beispiel ein typischer Tag als Postagent in Elisabethfehn aufgezeigt. Und die Ausstellung ist auch interaktiv: Besucherinnen und Besucher können hier Postkarten selber stempeln.
Seit 2016 Praxismuseum
„Wir haben uns über die tolle Unterstützung von Museumsleiterin Antje Hoffmann und Wolfgang Letzel und den anderen Mitarbeitern des Museum sehr gefreut“, sagt Studentin Annika Liebig.
Seit 2016 ist das Elisabethfehner Museum Praxisstelle der Uni Oldenburg. Der fächerübergreifende Studiengang wird gemeinsam von mehreren Instituten geleitet. Die Universität pflegt dadurch eine intensive Kooperation mit zahlreichen Museen.
Die Idee zur Zusammenarbeit mit dem Postgeschichtlichen Museum kam durch eine Weihnachtskarte. „Herr Letzel bedankte sich bei uns für die Zusammenarbeit, die wir dann intensiviert haben“, sagt Antje Hoffmann.
