Elisabethfehn/Strücklingen - Gemütlich Tee trinken im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn, dazu eine leckere Torte – das war bisher nicht mehr möglich. Auf der einen Seite wegen Corona und auf der anderen Seite, weil die bisherigen Pächter, die Inhaber des ehemaligen Strücklinger Hofes, das Ehepaar Maria und Bernhard Helmke-Kallage aus Strücklingen, in den Ruhestand gegangen sind.
Auf der Suche nach einem neuen Pächter ist das Moor- und Fehmuseum erfolgreich gewesen. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Ehepaar Michael und Michaela Rudloff aus Strücklingen neue Betreiber für die Einrichtung gefunden haben“, sagt die Leiterin des Museums Antje Hoffmann. Besucher können wieder einkehren, sobald es die Corona- Vorschriften erlauben.
In erster Linie wird die 48-jährige Michaela Rudloff die Teestube betreiben. Sie hat Erfahrung in der Gastronomie und wird damit sprichwörtlich auch nicht ins kalte Wasser geworfen. Die 48-Jährige war viele Jahre unter der Regie von Maria und Bernd Helmke-Kallage Servicekraft sowohl im Strücklinger Hof als auch in der Elisabethfehner Teestube. Gute Voraussetzungen, um die Teestube erfolgreich zu betreiben. Am Wochenende wird sie von ihrem ein Jahr jüngeren Ehemann Michael unterstützt.
Änderungen bei Öffnungszeiten und Speisekarte
„Wir freuen uns auf die neue Aufgabe. Einige Änderungen sind schon geplant, beispielsweise bei den Öffnungszeiten. Da schauen wir noch“, sagt Michael Rudloff. Auch die Speisekarte wird sich ein wenig verändern. „Hier wollen wir auf die bisher geäußerten Wünsche der Kundschaft eingehen. So ist der Wunsch nach einem vegarischen Buchweizenpfannkuchen an uns herangetragen worden“, so Michaela Rudloff. Natürlich wird auch wieder der Biergarten geöffnet.
Das Saterländer Ehepaar hofft nun auf einen erfolgreichen Start und ein Ende der Pandemie, damit sich endlich die Türen der Teestube für die Besucher wieder öffnen.
Museum nutzt Zwangspause für Renovierungen
Themenführungen, Naturexkursionen, Sonderausstellungen, Moorgeschichten, Mitmach-Veranstaltungen, Schaubacken – all das hat das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn eigentlich in einer Saison für seine Besucherinnen und Besucher zu bieten. Doch im vergangenen Jahr machte den Museumsbetreibern die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung.
Spätestens als der Lockdown für die Museen ausgerufen wurde, ruhte das Museumsleben. Und noch sieht es nicht danach aus, als würde sich das im Elisabethfehner Moor- und Fehnmuseum bald ändern. „Leider können und dürfen wir unser Museum für Besucher noch nicht öffnen“, sagt die Leiterin des Museums Antje Hoffmann. Dabei sollte die Saison 2021 eigentlich ab dem 15. März beginnen. Doch daraus wird vorerst nichts. Mindestens bis 22. März bleibt die kulturelle Einrichtung für Museumsbesucher geschlossen.
„Um zu öffnen, müsste die Inzidenzzahl im Landkreis Cloppenburg deutlich sinken. Doch die ist mit rund 142 momentan noch zu hoch. Die müsste mindestens um 100 sinken“, sagt Hoffmann. Das sei bedauerlich, aber man könne im Moment nichts daran ändern.
Vorbereitungen für neue Saison – zwei Ausstellungen
Vorbereitungen für die neue Saison habe man durchaus schon getroffen. Daher würde sich die Museumsleiterin freuen, wenn es bald wieder losgehen könnte. Insbesondere auch wegen der Sonderausstellung „Patent! – Das Torfkokswerk in Elisabethfehn“, die im September des vergangenen Jahres angelaufen ist. „Da aber zu diesem Zeitpunkt der Lockdown für das Museum kam, hat die Sonderausstellung bisher kaum jemand gesehen“, sagt Hoffmann. Bis Ostern läuft auch noch die Ausstellung „Ich sammle was, was du (nicht) kennst!“.
Auch wenn die Türen noch geschlossen sind, wird dahinter kräftig gearbeitet. „Wir nutzen die Möglichkeit, um im Inneren Renovierungsarbeiten durchzuführen. Angefangen von der Treppe bis zur Teestube. Es gibt immer etwas zu tun“, sagt Hoffmann.
Insgesamt sei das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn trotz Corona bisher gut über die Runden gekommen. Allerdings fehlten die Einnahmen durch die Besucher.
