Elisabethfehn - Es summt im Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn: Die neue Wanderausstellung „Die Biene und der Mensch“ widmet sich dem kleinen Insekt und seiner großen Wirkung auf die Menschen. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Studentinnen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg entwickelt worden und wird unter anderem durch verschiedene Moormuseen wandern.
Die Ausstellung im Elisabethfehner Museum ist ab sofort noch bis zum 5. Juli geöffnet. Dann wandert „Biene und Mensch“ zum Moorinformationszentrum und Moorbahn Ahlenmoor im Landkreis Cuxhaven.
Imkerei in Moorkolonien
Diese Ausstellung passe thematisch gut in Moormusen, weil die Imkerei in den Moorkolonien damals einen wichtigen Beitrag zur Ernährung des Menschen geleistet habe, erklärt die Leiterin des Moor- und Fehnmuseums Antje Hoffmann. Sie hatte die Idee zu dem Projekt. Im Rahmen der Kooperation der Uni Oldenburg mit dem Museum haben Studentinnen des Masterstudiengangs „Museum und Ausstellung“ diese Wanderausstellung konzipiert und umgesetzt, so Hoffmann. Das sei für die Studentinnen eine gute Möglichkeit gewesen, praktische Erfahrungen zu sammeln. Das Moor- und Fehnmuseum ist Praxismuseum für besagten Masterstudiengang.
Die Kooperation mit der Universität Oldenburg läuft bereits seit Jahren. Die besondere Idee zur dieser Ausstellung entstand, als das Moor- und Fehnmuseum die Honigtopfsammlung des 2014 verstorbenen Imkers Johann Hinderks aus Elisabethfehn erhielt, der einen Bienenlehrpfad in der Koksfabrik Elisabethfehn betrieben hatte. „Dieser war ihm sehr wichtig und sollte dazu dienen, Kinder und Erwachsene auf die Wichtigkeit der Bienen in unserer Welt aufmerksam zu machen“, sagt Hoffmann.
Honigtöpfe gesammelt
Auf seinen Wunsch ging seine Sammlung mit insgesamt knapp 100 Exponaten an das Moor- und Fehnmuseum. Den Honig für Bienen hat man früher in hübsche Honigtöpfe gefüllt und zum Verzehr bereitgestellt und aufbewahrt. Imker Hinderks hat im Laufe seines Lebens eine beachtliche Menge dieser Honigtöpfe zusammengetragen. Einige davon sind ausgestellt. Zu sehen sind auch Bienenkörbe.
„Die Studentinnen haben das Design für ein wabenförmiges Holzregal konzipiert, welches den Kern der Wanderausstellung bildet und von einem Tischler angefertigt wurde. Die einzelnen Waben fungieren als Ausstellungsdisplay für relevante Themen rund um die Biene, ihr Leben, ihre Bedeutung für den Menschen und die Umwelt“, erklärt die Museumsleiterin. In der Mitmach-Ausstellung lernen Kinder und Erwachsene das komplexe und faszinierende Leben eines Bienenvolks kennen. Dazu trägt auch ein Rätselbogen bei.
Gerade im Hinblick auf die Corona-Krise, die natürlich auch das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn ein wenig beutelt, ist Hoffmann froh, die Wanderausstellung präsentieren zu können. „Große Ausstellungen können wir nicht machen. Auch Gruppenführungen sind nicht möglich. Das wird uns noch die Saison begleiten“, meint Museumsleiterin Hoffmann.
