Einen Gesundheitsvortrag hörten die Saterländer Landfrauen im Landgasthof Dockemeyer. Zu Gast war der Cloppenburger Arzt Dr. med. Stephan Lüders, vom St. Josefs-Hospital in Cloppenburg und stellte die ELITE-Studie vor.
Nach einem Salatbüfett begrüßte die Vorsitzende Annelen Heyens die 75 Damen und den Referenten. Sie bedankte sich bei Kassenwartin Elfriede Frerichs, sie besaß nämlich die nötigen Kontakte zum Gelingen der Veranstaltung.
Die Studie beinhaltet Ernährung, Lebensstil und individuelle Information zur Verminderung von Schlaganfall, Demenz und Herzinfarkt.
Warum wird diese ELITE-Studie durchgeführt? Wie Lüders erklärte, führt die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft zu einer erheblichen Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, Demenz). Wesentliche Risikofaktoren hierfür seien seit langem bekannt, insbesondere Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, psychischer Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht und unausgewogene Ernährung.
Dennoch konnte man bislang nicht identifizieren, warum bestimmte Menschen besonders gefährdet sind, erfuhren die Landfrauen. Bei der Mehrzahl der gefährdeten Personen seien diese Risikofaktoren nicht ausreichend beeinflusst.
Die Zahl der Demenzkranken in Deutschland wachse Jahr für Jahr in Deutschland um fast 300 000 Menschen an. Die Krankheit trifft vor allem ältere Menschen. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht Demenz zu einer der teuersten Krankheiten und zu einer der größten Herausforderungen für das Gesundheits-und Sozialwesen.
Das Ziel dieser Studie sei, so Stephan Lüders, neben der Erfassung der Risikofaktoren, des Ernährungsverhaltens, der körperlichen Aktivität und der Einnahme von Medikamenten, auch individuelle Gründe für das Scheitern von Präventionsmaßnahmen zu erkennen.
Hieraus ließen sich gegebenenfalls gezielte Vorsorgemaßnahmen entwickeln, die somit der ganzen Bevölkerung zugute kommen können. Dr. Lüders ermutigte die Landfrauen, sich sportlich zu betätigen, auf das Gewicht zu achten, sich gesund zu ernähren und auch an der Studie teilzunehmen. „Ein bisschen Übergewicht ist nicht schlimm, im Falle einer Erkrankung sogar manchmal hilfreich, aber die körperliche Fitness muss stimmen“, sagte der Arzt.
Die Frauen zeigten sich begeistert und stellten im Anschluss an den Vortrag einige Fragen, die Dr. Lüders gerne beantwortete.
Landfrauen, die sich für eine Teilnahme an der Studie interessieren, bekommen Informationen von Elfriede Frerichs unter
