Emstek - In Bühren und Höltinghausen wird bereits fleißig auf dem grünen Kunstrasen gebolzt. Zum „Anstoß“ pfiffen nun auch in Emstek Vertreter von Gemeinde und SV Emstek, der Oberschule Emstek sowie des Kreissportbundes. Zwischen dem Stadion und den zweiten Fußballplatz an der Ostlandstraße können Kinder und Jugendliche nun auf dem 30 mal 15 Meter großen Soccerplatz, der mit Banden und Netzen zu den Seiten und hinter den Toren versehen ist, kicken.
„Anstoß“ gegeben für die Idee, einen solchen Platz in Emstek einzurichten, hatte Albert Schnieders, Mitglied im Jugendvorstand des SV Emstek, Trainer und Hausmeister der benachbarten Oberschule, vor knapp einem Jahr. Dass die Idee so schnell in die Realität umgesetzt wurde, darüber zeigt sich Andreas Mählmann, Vorsitzender des SV Emstek, erfreut. An einem Tag war die Anlage durch Ehrenamtliche des SV Emstek sowie tatkräftige Unterstützung durch die Reservistenkameradschaft aufgebaut worden. „Viel besser kann man nicht trainieren als auf diesem Platz“, befand Mählmann und verband damit die Hoffnung, dass dieser von Vandalismusschäden verschont bleibe. In diesem Zusammenhang setzt Bürgermeister Michael Fischer auf soziale Kontrolle: „Wir hoffen, dass die Anlage viel bespielt wird. Je mehr, desto mehr ist sie unter Beobachtung.“
55 300 Euro teuer war der Soccerplatz, der mit einem Korkgranulat versehen wurde, um auch die Umwelt im Blick zu behalten. Durch die Nähe zur Oberschule können auch die Schüler die Anlage nutzen. Die Gemeinde trug daran 40 Prozent der Kosten, jeweils 20 Prozent teilten sich Kreissportbund, Landkreis und der SV Emstek.
Die Idee, solche Soccerplätze zu installieren, sei nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entstanden, blickte Dr. Franz Stuke, Vorsitzender des Kreissportbundes, zurück. Er plädierte dafür, die Plätze offen zu lassen – selbst, wenn das die Gefahr von Vandalismusschäden erhöhe. „Jugendliche und Kinder passen selbst auf ihre Anlage auf“, wusste Stuke aus Erfahrungen zu berichten. Auf den Soccerplätzen würden sportliche Tätigkeit, Koordinationsfähigkeit und soziale Kompetenzen gleichermaßen geschult. Beim SV Emstek mit seinen mehr als 1000 Mitgliedern und rund 44 Prozent Jugendlichen sei dieser Platz gut platziert, freute sich Stuke.
