Molbergen - Schon vor 8 Uhr rollte der Bagger und bereits zur Mittagszeit war der rote Verblender beseitigt: Grau steht der alte Faulturm der Kläranlage des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) in Molbergen nun da. Doch die Ruhe währte nicht lange. Schon machte sich der Greifer des Baggers ganz oben zu schaffen und zog die Dachpappe in großen Stücken ab.

Anschließend wurde es richtig laut, denn ein gewaltiger Presslufthammer kommt am Bagger anstelle der Schaufel zum Einsatz. Sein Ziel: Ein Loch in den rund 30 Zentimeter dicken Stahlbeton zu schlagen, das groß genug ist, damit die riesige Betonschere ansetzen kann. Stück für Stück ging es so dem alten Faulturm an den Kragen. An seinem Platz soll ein neues Betriebsgebäude entstehen.

„Das neue Betriebsgebäude wird die neue dienstliche Heimat der Kollegen der Kläranlage Molbergen und der Kläranlage Lindern“, erklärt OOWV-Ingenieur Gerold Eiben das Projekt.

„Die aktuellen Gebäude auf den beiden Kläranlagen sind in die Jahre gekommen. Mittlerweile gibt es andere Anforderungen, die sichergestellt sein müssen, damit unsere Fachkräfte ihre Arbeit problemlos erledigen können. Und daran arbeiten wir nun.“

Um so wenig Boden wie möglich zu versiegeln, wird das neue Betriebsgebäude auf der bereits bebauten Fläche entstehen. Der alte Faulturm wird im Arbeitsablauf nicht fehlen, er sei seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb, berichtet Gerold Eiben.

Damit der Neubau aber starten und das moderne Gebäude mit Schwarz-Weiß-Bereich, Duschen, Büroräumen, einem Labor für die Abwasseruntersuchung und einem Aufenthaltsraum mit Küche in die Höhe wachsen kann, musste Platz geschaffen werden. Gut zehn Meter Durchmesser hat der alte Faulturm, der auch zehn Meter hoch ist. Circa 400 Tonnen Beton werden beseitigt, damit am Ende nichts mehr von ihm zu sehen ist. Rund 60 000 Euro investiert der OOWV in den Abriss.