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Ferienpassaktion bei den Garreler Johannitern Vom Pflaster bis zur stabilen Seitenlage

Yvonne Högemann
Der Blick in den Rettungswagen bildete für die Kinder den Höhepunkt.

Der Blick in den Rettungswagen bildete für die Kinder den Höhepunkt.

Yvonne Högemann

Garrel - Bei ihrer Ferienpassaktion „Retterpass mit Spiel und Spaß“ hatte die Ortsgruppe Garrel der Johanniter-Unfall-Hilfe Garrel 49 Jungen und Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren zu Besuch auf der Dienststelle am Eichkamp.

Erwartungsvoll und aufmerksam hingen die Kinder an den Lippen der acht Ehrenamtlichen der Ortsgruppe unter der Leitung von Ausbildungsleiter Jan Ferneding. Sie hatten spannende vier Stunden vor sich, in denen sie an sechs Stationen lernten, wie die stabile Seitenlage und die Wundversorgung kleinerer Blessuren funktioniert, aber auch das Vorgehen im Notfall sowie die Wiederbelebung wurden thematisiert. Wichtig war den Ehrenamtlichen ebenfalls, den interessierten Kindern zu erklären, was der Verein Johanniter-Unfall-Hilfe macht und anbietet. „Über neue Mitglieder freuen wir uns natürlich jederzeit“, machte Ortsbeauftragter Andreas Rempe deutlich, der ebenso wie andere Vereine in Zeiten der Pandemie Austritte zu verzeichnen hatte.

Rettungswagen spannend

Die spannendste Station aber war der Rettungswagen – da waren sich alle Jungen und Mädchen einig. „Wir fanden den Rettungswagen am besten, weil uns alles im Wagen gezeigt wurde und wir sogar auf die Liege durften“, strahlten die neunjährige Melina, die zehnjährige Frieda und die siebenjährige Lene über das ganze Gesicht. Aber auch ein Fingerkuppenpflaster machen können die Garreler Mädchen nun. Ausgetobt wurde sich in den Pausen auf der Hüpfburg und auf dem großen Hof hinter der Dienststelle. Für Abkühlung sorgte außerdem der Stand mit dem bunten Slush Eis, das sich jeder nehmen durfte.

Geschickt und kindgerecht führten die Helfer die Kinder in die Thematik ein und hörten sich auch Geschichten über eigene Erlebnisse der Jungen und Mädchen an. „Mein Bruder musste einmal mit dem Krankenwagen abgeholt werden, weil er eine Blutvergiftung hatte“, erinnerte sich ein Mädchen. „Meine Mama arbeitet im Krankenhaus“, erzählte ein anderes Kind.

Stabile Seitenlage

Bei der stabilen Seitenlage vollzogen die jungen Ersthelfer jeden Schritt nach: den Verunglückten ansprechen, die Atmung überprüfen, die Arm- und Handlage vorbereiten, die richtige Kopflage vornehmen, ein Bein anwinkeln, das Umlegen auf die Seite und den Notruf 112 wählen. Die stabile Seitenlage mit einem Partner dann selbst auszuprobieren, bedeutete für die Kinder Lernen mit Spaß.

„Ziel der Ferienpassaktion ist es, bei Kindern frühzeitig die Bereitschaft zum Helfen zu fördern“, erklärte Ferneding. Deshalb habe man auch bei den Kindern die Wiederbelebung als Station mit aufgenommen. „Natürlich haben die Sechs- bis Zwölfjährigen noch nicht die Kraft, den Druck auszuüben, der notwendig ist.“ Aber damit auch die späteren Erwachsenen ganz selbstverständlich Erste Hilfe leisten, sei es nur sinnvoll, all diese Punkte schon bei den Kleinsten zu thematisieren.

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