Garrel - Ein Stück Bayern in die norddeutsche Tiefebene bringen will Ernst Kemper. Eine Almhütte lässt er auf dem Firmengelände an der Straße Eichkamp im Industriegebiet errichten. Eigentlich sollten die Arbeiten wesentlich weiter vorangeschritten sein, doch Handwerker in einzelnen Gewerken zu bekommen, sei derzeit nicht einfach. Ein Unternehmen aus Stuttgart wird ihm die Hütte mit einer Größe von rund 12 mal 30 Metern nun errichten.
Die Idee dazu hatte der Festwirt schon vor einigen Jahren, dann aber zunächst wieder zurückgestellt. Jetzt wird „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Die Fundamente sind bereits gegossen, die Baugenehmigung liegt vor. Im Juli oder August hofft Kemper, die Almhütte mit einer großen Veranstaltung feierlich einweihen zu können.
Große Außenterrasse
Entstehen soll ein gemütliches modernes bayrisches Restaurant mit 199 Plätzen, ausgestattet mit Fußbodenheizung, Be- und Entlüftung und Holztischen und Bänken. Die Wände werden aus Altholz hergestellt, das Dach erhält Holzschindeln. Die große Außenterrasse bietet weitere Plätze. Die soll in Richtung Varrelbuscher Straße geschaffen werden. „Dort haben wir abends Sonne“, erklärt Ulla Kemper. Geöffnet sein soll die Hütte in der Sommersaison immer donnerstags und samstags ab 18 Uhr. Im Herbst und Winter, wenn die Schützenfestsaison beendet ist, sollen die Öffnungszeiten weiter ausgedehnt werden.
Oktoberfest, Weihnachtsfeiern, Silvesterfeten und Grillevents kann sich das Familienunternehmen im Restaurant gut vorstellen. Und auch Bands sollen gelegentlich auftreten. Für Hochzeiten und Firmenjubiläen etwa kann die Hütte auch komplett gemietet werden. „Wir haben schon eine Firma, die die Hütte für eine Weihnachtsfeier gebucht hat“, freut sich Ernst Kemper über positive Resonanz. Eine Loge kann separat gebucht werden. Ausgeschenkt werden soll stilecht ein Bier vom Starnberger See in Bayern.
Gute Erfahrungen
Dass das neue Restaurant gut ankommen wird, davon ist Familie Kemper überzeugt. Denn gute Erfahrungen hatten sie mit dem bayrischen Biergarten gemacht, der im August 2020 eröffnet worden war. „Aus der Not heraus“, wie Ernst Kemper erklärte. Denn wegen der Corona-Pandemie waren sämtliche Schützenfeste im Landkreis ausgefallen, der Betrieb war zunächst „auf null“ zurückgefahren worden. Ein kleines Stück Normalität brachte der Biergarten zurück, allerdings war das Zelt nicht winterfest.
Derzeit nimmt der Betrieb aber wieder an Fahrt auf, nachdem auch die Schützenfeste wieder gestartet sind. Deshalb wird für den Betrieb der Almhütte weiteres Personal eingestellt werden müssen, kündigt Ernst Kemper an.
