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Konzert am 22. April in Cloppenburg Feuerwehrkapelle betritt musikalisches Neuland

Freuen sich auf das Klangfeuerkonzert der Feuerwehrkapelle am 22. April in der Cloppenburger Stadthalle (von links): Werner Brinkmann (Vorsitzender), Jan Bremer (Öffentlichkeitsarbeit) und Mischa Busse (Zeug- und Instrumentenwart)

Freuen sich auf das Klangfeuerkonzert der Feuerwehrkapelle am 22. April in der Cloppenburger Stadthalle (von links): Werner Brinkmann (Vorsitzender), Jan Bremer (Öffentlichkeitsarbeit) und Mischa Busse (Zeug- und Instrumentenwart)

Carsten Mensing

Cloppenburg - Auf musikalisches Neuland wagt sich die Feuerwehrkapelle Cloppenburg am Sonnabend, 22. April, 19 Uhr, während ihres Klangfeuer-Konzerts in der Stadthalle. Diesmal wird nicht nur – wie es seit Jahren gute Tradition ist – ein Feuerwerk der Filmmusik abgebrannt. Nein, die Musiker feiern mit dem rund 25-minütigen Film „1805 – A Town’s Tale“, der an die Leinwand der Stadthalle geworfen wird, eine echte Premiere. Denn hier hat der österreichische Komponist Otto M. Schwarz die originale Filmmusik komplett für ein sinfonisches Blasorchester eingerichtet. Und somit ist es nun beispielsweise für die Feuerkapelle möglich, die Kombination Spielfilm mit Dialogen und Livemusik synchron auf die Bühne zu bringen.

Dass das Blasorchester immer genau im richtigen Film-Moment einsetzt, werde durch so genannte „Click-Tracks“ möglich, klärte der 1. Vorsitzende der Feuerwehrkapelle, Werner Brinkmann, am Mittwoch bei einem Pressegespräch auf. Der Dirigent, in diesem Falle Torsten Ellmann, höre über Kopfhörer die „Clicks“, die ihm rechtzeitig angeben, wann das Orchester einsetzen solle.

Die Geschichte

Der Film erzählt die Liebesgeschichte um einen Soldaten der napoleonischen Truppen, die den Heimatort seiner Geliebten und deren Familie in Österreich erobern wollen. Der Soldat desertiert deswegen, um die Bewohner der Stadt zu warnen. Wird er erfolgreich sein und die Stadt verschont? „Das wird noch nicht verraten“, macht es Brinkmann spannend. Das Stück, bei dem es vor allem auf die Feinheiten und punktgenauen Einsätze ankäme, sei für das Ensemble eine heikle Angelegenheit und eine wirkliche Herausforderung.

Die Finanzierung

Die musikalische Besetzungs-Lizenz für den Film und dessen einmalige Ausstrahlungsrechte hat die Feuerwehrkapelle für rund 400 Euro erworben. Dazu kommen dann noch die Besetzungen (Notenblätter, etc.) für die übrigen Stücke, die pro Lied auch schnell noch einmal 100 bis 200 Euro kosten. Viel Geld, das die Feuerwehrkapelle bereits im Vorfeld auch für die Werbung und das technische Equipment nicht nur über hiesige Sponsoren eingeworben hat. Diesmal hat sie auch erfolgreich einen Förderantrag im Programm „Neustart Amateurmusik“ gestellt, das vom Bundesmusikverband Chor&Orchester verwaltet wird. Das Geld für diesen Topf kommt wiederum von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Denn in vielen Teilen Deutschlands hat die Amateurmusik in der Tat einen Neu-Start bitter nötig. „Auch wir haben bedingt durch die Corona-Pandemie das eine oder andere aktive Mitglied verloren“, berichtet Brinkmann vor allem von einer schwierigen Nachwuchs-Förderung. Rund 100 Mitglieder hat die Feuerwehrkapelle, davon ist knapp die Hälfte aktiv.

Weltbekannte Melodien

Neben der Filmpremiere setzt die Feuerwehrkapelle aber auch auf weltbekannte Filmmelodien, die nicht nur das Herz von Kino- und TV-Fans höher schlagen lassen dürften. Die Setliste: „Die glorreichen Sieben“, Thema aus „Schindlers Liste“, ein Potpurri aus „Tatort“, „Derrick“ und „Ein Fall für Zwei“, „Star Wars: The Marches“, „Raumschiff Enterprise“, „Drachenzähmen leicht gemacht“, „Fluch der Karibik“, „The Avergers“, „Der Polarexpress“, „Nachts im Museum“, „Forrest Gump“ und „Zurück in die Zukunft“. Bei Lenas und Gabrielas Lied aus „Wie im Himmel“ tritt zudem die Solistin Lisa Bolte auf.

Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von zehn Euro (Jugend acht Euro) be Cloppenburg (Geschäftsstelle Mühlenstraße 20 bis 22, Tel. 04471/922828 oder www.stadthalle-clp.de), bei den Mitgliedern der Feuerwehrkapelle oder unter

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland
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