Bei der 29. Auflage des Neujahres-Preisskat-Turniers des Ballspielvereins Neuscharrel (BVN) konnte Turnierleiter Heinz Schnieders sehr zu seinem Bedauern nur 36 Skatspieler begrüßen. Viele „alte Hasen“, aber nur sehr wenige Nachwuchsspieler stellten sich der Herausforderung eines Turniers. Doch auch nur eine einzige Skatspielerin hatte sich in diese „Männerdomäne“ gewagt und war dadurch von vornherein für den „Damen-Extrapreis“ prädestiniert.

Gleich nach der Begrüßung begann ein heftiges Reizen, Passen, Spielen, Gewinnen, aber manchmal auch Verlieren. Nach fast vier Stunden in drei Runden und knapp 650 Spielen standen die Sieger fest. Den Tagessieg mit 2631 Punkten holte sich Willie Hannebohm und konnte so sein Taschengeld mit der Siegprämie um 130 Euro erhöhen. Den 2. Platz belegte mit 2442 Punkten Heini Tobergte, gefolgt von Christian Kramer mit 2321 Punkten. Den 4. Platz erspielte sich mit 2170 Punkten Dirk Kramer. Diese drei Letztgenannten erhielten für ihre Leistungen je einen großen Schinken. Maria Flatken, die einzige Skatspielerin, konnte mit der männlichen Konkurrenz durchaus mithalten und landete im Mittelfeld. Daher erhielt sie zusätzlich zum „Damen-Extrapreis“ noch einen der Fleischpreise. Das „Glücksschwein“ hatte in diesem Jahr der Neuscharreler Landwirt Hubert Taubenheim gestiftet.

Auch das gleichzeitig stattfindende Mettwurstknobeln zog wieder viele Knobelfreunde an. Wie in den Vorjahren ist der Reinerlös beider Veranstaltungen für die Fußball-Jugendabteilung des BV Neuscharrel bestimmt.

Zu einer rundum gelungenen Veranstaltung wurde die Kohlfahrt des Männergesangvereins Friesoythe am Sonnabend.

Zuerst stand der sportliche Wettstreit im Vordergrund. Auf jeder der vier Kegelbahnen waren fünf Wurf zu absolvieren.

Sieger des Tages wurde der Dirigent Wilhelm Fleming, nachdem Erwin Plaggenborg als Mitorganisator auf die Kegelkönigswürde verzichtet hatte. Es folgten oft laut bejubelte Kegelspiele, bei denen auch die Sänger eine Chance hatten, die eine Kegelbahn sonst nur selten betreten.

Bei der anschließenden Auslosung des Kohlkönigs hatte die launische Glücksgöttin Fortuna eine besonders glückliche Hand. Ausgelost wurde das Mitglied des 1. Basses, Josef Bahlmann, der in einigen Wochen seinen 80. Geburtstag feiern kann. Dieser spendierte gerne einige Runden, so dass die „Untertanen“ mit ihrem neuen Kohlkönig ebenfalls sehr zufrieden waren.