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Folgen von Alkoholkonsum Thema im Kreishaus Ein kleines Gläschen Wein schadet doch

Haben die Ausstellung organisiert (v.l.): Kreisjugendpflegerin Alexandra Pille, Eva Grave (Skf), Julia Schmidt (Skf) und Katharina Deeken (Edith Stein Stiftung). Rebecca Kündiger vom Netzwerk Frühe Hilfen fehlt auf dem Bild.

Haben die Ausstellung organisiert (v.l.): Kreisjugendpflegerin Alexandra Pille, Eva Grave (Skf), Julia Schmidt (Skf) und Katharina Deeken (Edith Stein Stiftung). Rebecca Kündiger vom Netzwerk Frühe Hilfen fehlt auf dem Bild.

Landkreis Cloppenburg

Cloppenburg - „Ein kleines Gläschen Wein schadet nicht“. Solche oder ähnliche Sätze hören Schwangere auch heute noch. Doch bis heute ist nicht genau nachweisbar, welche Menge Alkohol für das ungeborene Kind schädlich ist und ob es eine unbedenkliche Menge Alkohol überhaupt gibt. Dr. Sonja Robben, Gynäkologin aus Cloppenburg, stellt daher klar: „Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen beim Kind führen.“ In Deutschland werden jedes Jahr tausende Kinder mit einer Fetalen Alkohol-Spektrum-Störung geboren (FASD). Davon bis zu 4000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS). Hierbei handelt es sich um Wachstumsstörungen, Fehlbildungen mit auffälligem Gesicht und Störungen des zentralen Nervensystems.

Irreversible Folgen

„Schon kleine Mengen Alkohol wie das eine Glas Sekt zur Geburtstagsfeier in der Familie können Schädigungen auslösen. Daher sollte jede Schwangere komplett auf Alkohol verzichten“, betont die die Frauenärztin nachdrücklich. Zudem sollte jeder und jedem bewusst sein, dass die Schädigungen beim Kind irreversibel sind. „Das heißt, dass es keine heilende Therapie gibt. So bleiben Intelligenzminderungen und neurologische Auffälligkeiten ein Leben lang bestehen“, warnt die Medizinerin.

Die Ausstellung ist im Kreishaus zu sehen.

ALKOHOLKONSUM IN DER SCHWANGERSCHAFT Ausstellung informiert über Gefahren

Cloppenburg

Am Montag, 27. Juni, findet von 14 bis 17.30 Uhr eine Auftaktveranstaltung mit Fachvorträgen statt. Es sprechen: Dr. Gisela Bolbecher, 1. Vorsitzende des FASD Netzwerks Nordbayern e.V.; Dr. Heike Kramer, 2. Vorsitzende des FASD Netzwerks Nordbayern e.V., Vorsitzende Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung. Themengebiete der Vorträge: Medizinische Grundlagen; Umgang mit FASD; Herausforderungen im Alltag und in der Schule; Perspektiven für Erwachsene mit FASD; Prävention von FASD.

Leben mit FASD

Weitere Fachvorträge am Mittwoch, 29. Juni, von 15 bis 17.30 Uhr: Dr. med. Dorothee Veer, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neuropädiatrie, Leitung Sozial-Pädiatrische Ambulanz- und Therapiezentrum (SPATZ) in Meppen spricht über die medizinischen Aspekte von FASD. Im Anschluss referiert Gisela Michalowski, Vorsitzende des Vereins FASD Deutschland und Mutter von vier erkrankten Pflege- und Adoptivkindern zum Thema „Leben mit FASD“.

Anmeldungen für Fachleute und interessierte Bürger für die Fachvorträge sind nötig per E-Mail an: grave@skf-cloppenburg.de oder telefonisch unter 04471/9582890.

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