Cloppenburg - Die Karriereleiter des Handwerks biete den 185 Jung-Gesellen, die in einer würdigen Freisprechungsfeier in der Stadthalle Cloppenburg ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen konnten, weitreichende Perspektiven, versprach Kreishandwerksmeister Günter Tönjes. Das Handwerk entwickle sich in einem wahnsinnigen Tempo weiter, bei dem es gelte, Schritt zu halten.
In der Freisprechungsfeier wurden Tischler Hannes Mekelnburg aus Essen (Lehrbetrieb Tischlerei Funke, Essen), Elektroniker Andy Sprock aus Bösel (Lehrbetrieb Martin Sprock GmbH, Bösel) und Maurer Christoph Völker aus Vrees (Lehrbetrieb Bauunternehmen Hermann Dinklage Gmbh & CO KG, Vrees) als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Land- und Baumaschinenmechatroniker Tim Ameskamp aus Lastrup (Lehrbetrieb Landtechnik Grote, Essen), Elektroniker Florian Schrand aus Löningen (Lehrbetrieb Abeln Elektrotechnik, Löningen) und Elektroniker Lukas Vorwerk aus Cappeln (Lehrbetrieb Sieverding Heizungs- und Sanitärtechnik GmbH, Cappeln). Als Vertreterin der Kommunen appellierte Linderns Bürgermeisterin Dr. Lydia Kocar an die jungen Gesellen, in der Region zu bleiben.
Als beste Lehrlinge wurden durch Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Dennis Makselon (vordere Reihe von rechts), Landrat Johann Wimberg, Kreishandwerksmeister Günter Tönjes und Marco Janssen (Ausbildungsberater - Handwerkskammer, links) ausgezeichnet: Tim Ameskamp (hintere Reihe von links), Andy Sprock und Christoph Völker sowie Florian Schrand (vordere Reihe, von links), Lukas Vorwerk und Hannes Mekelnborg Foto: Aloys Landwehr
„Gestalter der Energiewende“
„Das Handwerk ist modern, vielfältig, innovativ und nachhaltig und unverzichtbarer Umsetzer und damit Gestalter der Energiewende und des Klimaschutzes. Bereits heute arbeiten etwa 450 000 Handwerksbetriebe mit fast 2,5 Millionen Mitarbeitern in knapp 30 Gewerken täglich am Erfolg der Energiewende“, so der Kreishandwerksmeister. Daher brauche es in den Handwerksberufen ein allgemein gesellschaftliches Umdenken für das Handwerk. „Manchmal auch die ein oder andere Aktion wie der Aufruf der Bau-Innung ,Wir mauern die Rathäuser zu’“, gab Tönjes den Bauunternehmen Rückendeckung für die jüngsten Aktionen im Landkreis. Die Handwerker seien es, die reparieren, sanieren, Kulturgüter erhalten, energieeffiziente Techniken einbauen, ohne die das Wirtschaftsrad ins Stocken gerate. Tönjes empfahl den jungen Gesellen, die vielfältigen Möglichkeiten der Weiterbildung zu nutzen. „Ihr könnt stolz auf eure Arbeit sein. Ohne euch wird es nicht gehen. Ihr habt alle Chancen“, lobte Oberstudiendirektor Dr. Andreas Berndt als Vertreter der Berufsbildenden Schulen die Gesellen.
Ehrung für Breuer
Durch die Verleihung des August-Bruns-Preises zeichnet die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg einmal jährlich eine Persönlichkeit aus, die sich in besonderer Weise für die handwerkliche Ausbildung im Landkreis verdient gemacht hat. In diesem Jahr wurde Hubert Breuer ausgezeichnet. Breuer habe als langjähriger Betriebsinhaber viele Auszubildende – mehrere mit Bestnoten – ausgebildet. Als Meister in seinem Unternehmen, aber auch als Obermeister, Gewerbeförderungswart, Mitglied in Fachverbänden und Vorstandsmitglied habe er sich immer für die Ausbildung engagiert, lobte Kreishandwerksmeister Günter Tönjes, der den Preis zusammen mit Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Dennis Makselon überreichte.
Kreishandwerksmeister Günter Tönjes (links) und Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Dennis Makselon (rechts) ehrten Hubert Breuer mit dem August-Bruns-Preis. Foto: Aloys Landwehr
„Hier stehen 185 beste Argumente für das Handwerk. Sie haben das beste Fundament. Mag der Slogan ,Made in Germany’ vielleicht nicht mehr so gut sein wie schon mal, die Berufsausbildung in Deutschland genießt weiterhin Weltgeltung“, lobte Landrat Johann Wimberg.
