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Handwerker-Nachwuchs in Cloppenburg 192 Azubis mit drei Hammerschlägen freigesprochen

Martin Kessens
Ehrung der Ausbildungsbesten (von links): Günther Tönjes, Eckhard Stein, Christoph Olling, Josef Diekmann, Simon Berndmeyer, Lukas Frische, Kevin Boss, Hermann Schröer, Dennis Makselon.

Ehrung der Ausbildungsbesten (von links): Günther Tönjes, Eckhard Stein, Christoph Olling, Josef Diekmann, Simon Berndmeyer, Lukas Frische, Kevin Boss, Hermann Schröer, Dennis Makselon.

Martin Kessens

Cloppenburg - 192 ehemalige Auszubildende sind durch drei Hammerschläge von Kreishandwerksmeister Günther Tönjes in einer feierlichen Zeremonie am Samstag in der Stadthalle freigesprochen worden. Fünf junge Männer wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet.

Von großen Herausforderungen sprach Tönjes in seiner Eröffnungsrede, die die Ausbildungszeit begleitet hätten. Fast die komplette Ausbildungszeit sei von der Pandemie getroffen gewesen, sagte er. „Sie haben sich nicht von den Herausforderungen abschrecken lassen und die Chancen genutzt“, lobte Günther Tönjes die Neugesellinnen und -gesellen.

Vor Herausforderungen stehe auch das Handwerk, sprach Tönjes die Digitalisierung und Energiewende an. „Das Handwerk ist unverzichtbarer Umsetzer und damit auch Gestalter der Energiewende und des Klimaschutzes“, meinte Tönjes. Er rief die Junggesellinnen und Junggesellen auf, sich ständig weiterzubilden auf Seminarbesuchen bis hin zum Meisterabschluss. Er appellierte auch an deren Wertvorstellungen: „Behalten Sie Ihre Ideale und Werte im Blick, sie sind ein kostbares Gut.“

Mut und Selbstvertrauen

Für die Berufsbildenden Schulen ergriff Oberstudiendirektor Dr. Andreas Berndt das Wort. Auch er ging auf die Pandemie und die Herausforderungen ein. In der Öffentlichkeit werde viel von Schäden bei jungen Menschen gesprochen, die die Pandemie hinterlassen hätten. Sein Appell: „Lassen Sie sich nicht einreden, Ihre Schulbildung sei eine Notausbildung, gemeinsam haben wir Berge versetzt und viel erreicht.“ Stolz, Selbstvertrauen, Mut und Furchtlosigkeit könne man daraus schöpfen, resümierte Dr. Berndt.

Die Glückwünsche der 13 Städte und Gemeinden des Landkreises überbrachte Saterlands Bürgermeister Thomas Otto. Er sprach von einer guten Entscheidung, eine handwerkliche Ausbildung absolviert zu haben. Das sei ein großes Kapital und beste Voraussetzung, unsere Region weiterzuentwickeln.

Der August-Bruns-Preis ging an Hans-Jürgen Burke (rechts), verliehen von Dennis Makselon (l.) und Günther Tönjes.

Der August-Bruns-Preis ging an Hans-Jürgen Burke (rechts), verliehen von Dennis Makselon (l.) und Günther Tönjes.

Hermann Schröer, als Vertreter des Landkreises, forderte die jungen Menschen auf, auch ihre Rolle als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen und rechten Kräften in der Gesellschaft die Stirn zu bieten.

Der August-Bruns-Preis für besondere Verdienste um das Handwerk wurde Hans-Jürgen Burke (Lindern) verliehen. Dieser wisse um die Wichtigkeit einer fundierten Ausbildung. Er selbst habe es vom gelernten Zimmerer bis zum Bauingenieur geschafft und fördere die Ausbildung von jungen Menschen, hieß es.

Ausbildungsbeste

Der Präsident der Handwerkskammer, Eckhard Stein, sprach von einer guten Zukunft für die Junggesellinnen und -gesellen. „Die Gesellschaft braucht das Handwerk“, sagte er. Stein nahm mit dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dennis Makselon, die Ehrung der Ausbildungsbesten vor.

Im Rahmen der Feierlichkeiten ausgezeichnet wurden Metallbauer Lukas Frische (Ausbildungsbetrieb: Bilfinger Engineering & Maitenance GmbH, Cloppenburg); Metallbauer Kevin Boss (Maschinen- und Metallbau Claaßen GmbH, Saterland); Tischler Simon Berndmeyer (MB Holzdesign GmbH Garrel); Land- und Baumaschinenmechatroniker Josef Diekmann (Brüggen Landtechnik GmbH & Co KG Herzlake-Westrum); Elektroniker Christoph Olling (Johann Janssen und Holger Töbermann GbR, Saterland).

Die Stagestudents aus Oldenburg gaben den musikalischen Rahmen.

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