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Fehlende Baugenehmigung für Lüftungsanlage Freizeitbad Saterland droht monatelange Schließung

Kein Schwimmen derzeit möglich: Das Freizeitbad Saterland in Ramsloh ist bis auf Weiteres geschlossen.

Kein Schwimmen derzeit möglich: Das Freizeitbad Saterland in Ramsloh ist bis auf Weiteres geschlossen.

Renke Hemken-Wulf

Ramsloh - Es war nur eine kurze Mitteilung, die die Gemeinde Saterland am Mittwoch veröffentlichte, doch für den Schwimmsport und -unterricht in der Kommune könnte sie große Auswirkungen haben: „Aufgrund einer sicherheitsrelevanten Überprüfung ist das Freizeitbad Saterland bis auf Weiteres geschlossen.“

Anlage aus 2019

Nicht nur für die Schwimmer, auch für die Saterländer Gemeinde, die das Hallenbad in Ramsloh betreibt, kam die Schließung am Mittwoch überraschend, wie Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Der Schritt sei jedoch alternativlos gewesen. Bei einer Überprüfung sei festgestellt worden, dass für eine vor mehreren Jahren eingebaute Lüftungsanlage eine Baugenehmigung fehle. Zudem gebe es bei dieser Baumängel. Aus Haftungsgründen habe man nun das Freizeitbad vorübergehend schließen müssen.

Ende 2019 hatte die Gemeinde zwei Lüftungsanlagen ausgetauscht. Dabei war eine der Anlagen vom Keller auf den Dachboden des Bades verlegt worden – und das anscheinend ohne Baugenehmigung. „Wir konnten keine Baugenehmigung finden“, sagt Bürgermeister Otto. Vermutlich sei gar kein Bauantrag gestellt worden. Dazu gebe es keine Akten. Erschwerend käme hinzu, dass durch die hohe Fluktuation im Bauamt keine Mitarbeiter mehr aus der Zeit da seien. Zwei Bauamtsleiter waren unter anderem kurz hintereinander zur Stadt Friesoythe gewechselt. Auch bei der Genehmigungsbehörde, dem Landkreis Cloppenburg, würden keine Unterlagen vorliegen.

Aufgefallen war die fehlende Baugenehmigung bei der Suche nach der Ursache für Pommes-Geruch im Hallenbad und indem man die technischen Vorgaben der Anlage überprüfen wollte. Seit April ist die Cafeteria im Freizeitbad wieder geöffnet. Zuvor war sie mehrere Jahre nicht in Betrieb gewesen – und kein Geruch aufgefallen.

Interne Prüfung

Bürgermeister Otto hat inzwischen Kontakt mit dem Landkreis Cloppenburg aufgenommen. Ziel sei es, dass Freizeitbad so schnell wie möglich wieder zu öffnen, eventuell mit einer vorübergehenden Genehmigung. Sollte es diese nicht geben, droht dem Bad während des Genehmigungsverfahren eine monatelange Schließung. Zudem kündigt der Bürgermeister eine interne Prüfung an, wie es dazu kommen konnte, dass kein Bauantrag gestellt wurde.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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