Friesoythe - Wo kann die Stadt Friesoythe noch wachsen? Wo ist eine Wohnbebauung, wo sind Gewerbeanlagen möglich? Und wo können die zahlreichen bauwilligen Friesoytherinnen und Friesoyther sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen? All diese Fragen soll ein neues Wohn- und Gewerbeflächenentwicklungskonzept beantworten. Es wurde am Mittwochabend dem Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Friesoythe vorgestellt.
Raum für Gewerbe
Intensiv hat sich das Büro für Stadtplanung aus Oldenburg mit den Flächen und ihren Zuteilungen in der Stadt Friesoythe beschäftigt. „Vorrangig ging es uns bei diesem Entwicklungskonzept um die Gewerbeflächen. Doch wir haben die Wohnbebauung auch noch mit in die Betrachtung gezogen, wenn die Planer schon einmal dabei sind“, sagt Bürgermeister Sven Stratmann. Und Klaus Sandmann, Fachbereichsleiter Standentwicklung erläutert: „Es sollten keine fertigen Lösungen im Sinne eines Masterplanes für eine künftige Entwicklung präsentiert werden, sondern die Optionen für grobe großflächige Entwicklungsbereiche oder entsprechende Entwicklungsachsen in den Bereichen Wohnen und Gewerbe aufgezeigt werden.“
Bei den Gewerbeflächen sind unter anderem die Gebiete West I und II sowie Ost I und II in Teilen erweiterbar. „Ebenfalls haben wir uns natürlich auch den C-Port angeschaut. Auch hier gibt es noch Flächen, unter anderem zwischen der B72 und der Sedelsberger Straße, die einer Erweiterung dienen können“, sagte Werner Gieselmann während seines Vortrags im Forum am Hansaplatz.
Potenzial in Mehrenkamp
Die größten Flächen direkt in Friesoythe, die in Zukunft der Wohnbebauung dienen könnten, sind im Stadtnorden in Mehrenkamp, nördlich der Schwaneburger Straße, zu finden. „Hier gibt es durch einen bestehenden Flächennutzungsplan viel Potenzial. Die ersten Gespräche mit Grundstückseigentümern hat es bereits gegeben“, so der Bürgermeister. Eine Rolle bei einer dortigen Wohnbebauung könnte auch die alte Mehrenkamper Schule spielen. Grundstück und Gebäude gehören der Stadt Friesoythe, sind aber zurzeit an den CVJM Apen verpachtet, der die alte Schule als Freizeitheim betreibt. Gebremst wird die Wohnbebauung in Friesoythe dort, wo Überschwemmungsgebiete ausgewiesen sind. „Dort kann nur gebaut werden, wenn es alternativlos ist“, sagte Winkelmann. Solche Alternativen gibt es aber noch genügend, zum Beispiel in der Knappe, zwischen Altenoythe und Friesoythe oder in Richtung Pehmertange.
Wohnraum in Kampe
Gebaut werden kann künftig auch wieder in Kampe. Der Fachausschuss hat sich einstimmig für die Planungen zum neuen Baugebiet Industriestraße/Röbkenberg ausgesprochen. Allerdings soll hier die vorgeschlagene Variante 2 zum Tragen kommen, die im Bereich Richtung Küstenkanal eine Mischbebauung zulässt.
