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Tannenbaumkauf im Nordkreis „Die Leute sind hungrig auf Grün“

Stefan Westerkamp bietet bei sich auf dem Hof in Barßel neben dem klassischen Verkauf auch in diesem Jahr wieder das Weihnachtsbaum-Taxi an.

Stefan Westerkamp bietet bei sich auf dem Hof in Barßel neben dem klassischen Verkauf auch in diesem Jahr wieder das Weihnachtsbaum-Taxi an.

Friesoythe/Bösel/Barssel - In gerade einmal einer Woche steht das diesjährige Weihnachtsfest vor der Tür. Ein festlich geschmückter Baum darf für die meisten Leute dabei nicht fehlen. Der Verkauf läuft bereits auf Hochtouren – und das teilweise schon seit Anfang Dezember. Unsere Redaktion hat bei einigen örtlichen Tannenbaumverkäufern nachgefragt, wie der diesjährige Verkauf läuft, ob Besonderheiten zu erkennen sind und worauf die Leute wertlegen.

Früher Verkaufsstart

„Der Trend geht zu großen Bäumen“, sagt Stefan Westerkamp von Gartendesign Westerkamp im Barßeler Ortsteil Carolinenhof. Bei sich auf dem Hof verkauft er schon seit über zehn Jahren Weihnachtsbäume. Diese – ausschließlich Nordmanntannen – sind zugekauft, stammen aber alle aus norddeutschem Anbau. Denn neben Größe und Aussehen würden viele Leute mittlerweile auch Wert auf Qualität und Regionalität legen.

Tipps für einen schönen Baum

Wer seinen Baum früh kauft, aber erst spät aufstellt, sollte darauf achten, dass dieser möglichst lange draußen gelagert wird. Denn die kühle Außenluft vertragen die Tannen besser, als warme Kamin- oder Heizungsluft. Zusätzlich empfiehlt Heino von Garrel, den Baum solange, bis er ins Haus geholt wird, in einen Eimer mit Wasser zu stellen. Die Bäume sollten auch nicht wochenlang in einem Netz bleiben, das verforme sie.

Aber auch wer seinen Baum früh aufstellt, sollte daran denken, ihn regelmäßig mit Wasser zu versorgen. So kann die Tanne im Haus relativ lange frisch bleiben. „Trotzdem sollte man bedenken, dass ein Tannenbaum keine Zimmerpflanze ist. Früher oder später wird der Baum nun mal nadeln“, sagt Stefan Westerkamp.

Stefan Westerkamp konnte zudem noch etwas feststellen: „Durch Corona haben die Leute mehr Zeit, der Tannenbaumkauf wird zu etwas Schönem“, sagt er. Zusätzlich würden viele ihren Baum früher kaufen und auch früher aufstellen, um die Vorweihnachtszeit richtig auszukosten. In diesem Jahr hat er zum zweiten Mal schon in den ersten Dezembertagen, also rund zehn Tage früher als normalerweise, mit dem Verkauf der Tannenbäume angefangen. Und das komme sehr gut an. „Die Leute sind hungrig auf Grün“, sagt Stefan Westerkamp und lacht. Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet er auch jetzt wieder das Weihnachtsbaum-Taxi an, mit dem er vorbestellte Tannen an die Leute ausliefert. Vor allem bei schlechtem Wetter sei dies sehr beliebt. „Mittlerweile fahren wir Stationen im Umkreis von 40 Kilometern an“, sagt Stefan Westerkamp.

Eigener Anbau

Einen Lieferdienst für Tannenbäume bietet auch Jens Wachtendorf von der Baumschule Wachtendorf im Böseler Vehnemoor an. Diese können entweder auf dem Hof oder schon frühzeitig direkt auf dem Feld ausgesucht werden. Denn seine Tannenbäume stammen aus eigenem Anbau. Auch er hat neben einigen Fichten größtenteils Nordmanntannen im Angebot. „Die sind einfach am beliebtesten“, sagt Jens Wachtendorf.

Heino von Garrel vom Frischehof Friesoythe hat diese Erfahrung ebenso wie seine Kollegen gemacht. Er verkauft bereits seit über 20 Jahren Tannenbäume. „Am Anfang haben wir auch Fichten und Blautannen verkauft, mittlerweile aber nur noch Nordmanntannen“, sagt er. Bäume gibt es bei Heino von Garrel in unterschiedlichsten Größen von 1,50 Meter bis hin zu einer Höhe von rund vier Metern. Lediglich die größeren Bäume sind zugekauft. Einen Trend zum früheren Kauf kann er bei sich nicht eindeutig erkennen. Dies komme eher auf die Gewohnheiten der Kunden an. „Es gibt Leute, die kaufen immer sehr früh und andere kaufen eher spät“, berichtet er. Dass jemand aber ganz kurz vor knapp, also noch am 24. Dezember, einen Baum kauft, komme eher selten vor.

Eyleen Thümler
Eyleen Thümler Redaktion Nordenham
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