Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Projekt Juniorwahl Schüler simulieren Bundestagswahl

Schüler der Berufsbildenden Schulen am Scheefenkamp in Friesoythe beteiligen sich an der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021. Die Stimmzettel sind identisch mit den Stimmzetteln für den Wahlkreis 32 Cloppenburg-Vechta.

Schüler der Berufsbildenden Schulen am Scheefenkamp in Friesoythe beteiligen sich an der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021. Die Stimmzettel sind identisch mit den Stimmzetteln für den Wahlkreis 32 Cloppenburg-Vechta.

Friesoythe - Eine ziemlich hohe Wahlbeteiligung hat die Bundestagswahl in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe. Wie der simulierte Urnengang der rund 600 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer – die Juniorwahl – ausgegangen ist, wird aber erst am Sonntagabend veröffentlicht. Auch viele andere Details sind wie beim echten Wahlgang. So erhielten die Schüler eine Wahlbenachrichtigungskarte, es gibt Wählerlisten und die Wahlzettel sind für die BBS-Schüler identisch mit den Stimmzetteln für den Wahlkreis 32 Cloppenburg-Vechta.

Einblick bekommen

So sollen die Schüler ein Gefühl dafür bekommen, wie Wahlen ablaufen. Auch das Interesse für Politik, Teilhabe, gesellschaftlichem Engagement und der Meinungsbildungsprozess sollen gefördert werden. Die jüngsten Teilnehmer der Juniorwahl an der BBS sind 15 Jahre alt, auch Schüler mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete erhielten so Einblicke in das demokratische System, berichtet Maike Tepe-Dultmeyer, Teamleiterin des Fachs Politik an der BBS.

Seit zwölf Jahren beteilige sich die BBS an den Juniorwahlen, immer zu Landtags- und Bundestagswahlen. Der Berliner Verein Kumulus organisiert die Juniorwahl, an der längst nicht mehr alle Schulen bundesweit teilnehmen können, die wollen. Denn die Nachfrage für das kostenlose und pädagogisch sehr gut aufbereitete Programm sei zu groß, so Tepe-Dultmeyer. Der Verein sei auf Spenden angewiesen. Schirmherr ist Dr. Wolfgang Schäuble.

Auf die Wahlen vorbereitet wurden die Schüler an beiden BBS-Standorten Scheefenkamp und Thüler Straße im Politikunterricht. Parteien und ihre Wahlprogramme wurden besprochen und verglichen. Doch auch außerhalb des Unterrichts sei Politik ein Thema, berichten Michelle Lettler (20) aus Gehlenberg und Emma Holzapfel (17) aus Elisabethfehn, Klassensprecherinnen der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege mit dem Schwerpunkt persönliche Assistenz. „Meinem Empfinden nach muss sich sehr viel verändern, gerade was den Klimaschutz und uns Jugendliche angeht“, sagt Michelle Lettler.

Vorher diskutiert

Am Tag der Juniorwahl hätten sie vor dem Unterricht noch einmal den Wahl-O-mat, der Wahlentscheidungshilfe der Bundeszentrale für politische Bildung durchgespielt und diskutiert, wie sie zu verschiedenen Themen stehen.

Sich selbst in der Lokalpolitik zu engagieren, dass können sich Michelle Lettler und Emma Holzapfel noch nicht vorstellen. So sehr im Mittelpunkt des Interesses stehen – das möchten sie nicht. Aber auf Demonstrationen gehen oder sich zum Beispiel für Verbesserungen im Sozialen einsetzen, das würden die beiden jungen Frauen, die Heilerziehungspflegerinnen werden wollen, tun.

Das Ergebnis der Juniorwahl wird am Sonntag, 26. September, ab 18 Uhr auf der Internetseite www.juniorwahl.de veröffentlicht. Die BBS-Schüler werden am Montag im Unterricht über „ihre“ Abstimmungsergebnisse im Vergleich zur tatsächlichen Bundestagswahl sprechen.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham