Friesoythe/Cloppenburg - Niedersachsenweit ist eine Übung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durchgeführt worden, an der auch das Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg teilgenommen hat. Dazu wurde in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Cloppenburg der Ernstfall simuliert.
Das Szenario: Im Bereich der Stadt Friesoythe wurde bei einem erlegten Wildschwein die ASP festgestellt. „In einem eingerichteten Kerngebiet wurden die Aufgaben mit lokalen Fachberatern einschließlich der Jägerschaft, Vertretern der Landesforsten, des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), des Kreislandvolkes, der Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO GmbH) und der sich in Gründung befindlichen Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft (AN Vorsorge) professionell abgearbeitet“, so der Kreis.
Krisenstab entscheidet
Die Übung war bereits vor dem Nachweis der ASP in einem Schweinehaltungsbetrieb in Brandenburg angesetzt worden. So musste der eingerichtete Krisenstab entscheiden, wie nach Fallwild gesucht werden und wie dieses geborgen werden soll. Auch ging es darum, welche Einschränkungen im betroffenen Gebiet für Verkehr und Nutzung der Wälder verordnet werden müssen und ob Betriebe mit Schweinehaltung genauer untersucht werden sollten.
Gut vorbereitet
Am zweiten Übungstag wurde die Bergung eines Wildschweines mit einem Dummy simuliert und praktisch ausgeführt. Dabei galt es, die erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen bei der Bergung und dem Transport einzuhalten.
Nach der Vogelgrippe in diesem Jahr war das Team des Veterinäramtes bereits gut vorbereitet in diese Übung gegangen. Ein Ausbruch der ASP im Landkreis hätte gravierende Folgen, vor allem für die Agrar- und Ernährungswirtschaft.
Am Ende übermittelte der Krisenstab seine Ergebnisse an die Task Force Tierseuchenbekämpfung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LaVes) in Oldenburg. Dr. Karl-Wilhelm Paschertz, Leiter des Veterinäramtes Cloppenburg, zeigte sich mit den Leistungen seines Krisenstabs zufrieden. Er weist darauf hin, dass die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Hausschweinebeständen für die Seuchenvorbeugung sehr wichtig sei.
