Friesoythe - Wo eine herumschwirrt, fliegen meist noch weitere durch die Wohnung: Fliegen. Könnte es sein, dass es in diesem Jahr mehr sind als in den Jahren zuvor?

Das hilft gegen Fliegen

Lockstoffe beseitigen: Fliegen ernähren sich von Lebensmittelresten. Obst, das zu faulen beginnt, ist ein Fliegenmagnet und sollte schnell weggeworfen werden. Auch Saftreste in Gläsern ziehen Fliegen an. Lebensmittel sollten daher immer abgedeckt sein und schmutziges Geschirr nicht zu lange herumstehen. Auch den Müll zügig rauszubringen kann die fliegenden Plagegeister aus dem Haus fernhalten.

Mit Düften verjagen: Es gibt diverse Duftstoffe, die Fliegen fernhalten sollen. Auch Pflanzen mit starkem Geruch sollen gegen die Insekten helfen, beispielsweise Pfefferminze, Lavendel, Basilikum, Tomaten und Zitronenmelisse.

Fallen stellen: Aus den Leibspeisen der Fliegen lassen sich Fallen bauen – ein halbes Glas Fruchtsaft mit etwas Essig, verdünnt mit einem halben Glas Wasser lockt die Fliegen an. Gibt man noch etwas Spülmittel dazu, verringert sich die Oberflächenspannung des Wassers, sodass landende Fliegen untergehen und schließlich ertrinken.

Vorsicht beim Lüften: Fliegen mögen Wärme. Beim Lüften sollten bevorzugt Fenster geöffnet werden, die im Schatten liegen. Natürlich kann man auch alle Fenster mit Fliegengittern ausstatten.

Auch wenn es auf dem Land vielleicht den Eindruck macht, dass es mehr von diesen Insekten gebe, muss das nicht stimmen, sagt Dr. Wulf Carius vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), zuständig für den Landkreis Cloppenburg. Zählungen, wie bei anderen Insekten, gibt es bei Fliegen allerdings nicht.

„Wie alle Insekten sind Stubenfliegen wärmeliebend, sodass sie im Sommer große Populationen bei genügend Nahrung bilden können“, sagt er. Das hänge auch damit zusammen, dass wir in einer ländlichen Gegend leben und es hier generell mehr Insekten gebe, sagt der Experte. Das heißt: das Biotop „Mensch“ in normalen Haushalten, oder der Bauernhof mit Tieren und Mist seien ideale Habitate für die Stubenfliege, sagt Carius.

Zu den echten Fliegen gehören beispielsweise die Stuben- und die Schmeißfliege – von diesen gibt es etwa 500 Arten in Mitteleuropa. Bei einer Sache ist sich der Entomologe sicher: „Falls es weniger Fliegen als in den vorigen Jahren geben sollte, hängt das nicht mit Maßnahmen zusammen“, sagt er. Die Stubenfliege ist sicherlich nicht wie die meisten anderen Insekten gefährdet, da der Standort und die Nahrungsquellen, wie gärendes organisches Material und Abfälle direkt bei Menschen zu suchen sind. Auch können Stubenfliegen keine Krankheiten übertragen, anders als ihre Verwandten, die Schmeißfliegen.