Friesoythe - Um die Münchener Innenstadt herum soll es einen Motorradkorso geben, die Initiative „Bikers for Freedom“ hat mehrere Sternfahrten zu Demonstrationen in Stuttgart angekündigt und auch in Papenburg und Oldenburg soll am Sonntag, 4. Juli, gegen eine Entschließung des Bundesrates demonstriert werden. Laut der Entschließung stehen auch Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen zur Diskussion.
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Wie Hermann Witte, Mitglied im Biker-Club Altenoythe, und der passionierte Motorradfahrer Thomas Perzul aus Elisabethfehn forderten auch einige NWZ-Leser auf Facebook verstärkte Kontrollen, statt eines generellen Verbots. Auch der ADAC hatte die Forderung nach Fahrverboten an Sonn- und Feiertagen abgelehnt und die Erhöhung der Kontrolldichte sowie die Ausstattung der Polizei mit speziellen Messgeräten gefordert. Ebendies ist auch ein Punkt in der Entschließung. So bittet der Bundesrat die Bundesregierung, „sich für wirksame Messverfahren einzusetzen, um die (...) Kontrollmöglichkeiten bei offensichtlich überlauten Motorrädern auszuweiten“.
Außerdem soll das „Sound-Design“ verboten werden, wenn damit „störende und belästigende Geräusche erzeugt werden“. Stattdessen wolle man sich dafür einsetzen, mittels des Designs Lärmemissionen zu reduzieren.
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Thomas Perzul hatte im Gespräch mit unserer Zeitung die Biker-Szene in Verantwortung gezogen: „Es ist eine Hausaufgabe für uns Fahrer, dass wir uns da gegenseitig ein Stück disziplinieren.“
Bei einer nicht repräsentativen NWZ-Umfrage bezüglich der möglichen Fahrverbote haben bis zum Mittwochnachmittag (Stand: 17 Uhr) 870 Personen mitgemacht und sich mehrheitlich gegen Verbote ausgesprochen. 29 Prozent der waren ein solche Fahrverbot, 49 Prozent dagegen und 22 Prozent hatten keine klare Meinung.
