Friesoythe - Nun ist die Entscheidung von Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann (SPD) offiziell: „Ich trete wieder an“, sagte der 48-Jährige am Freitagmorgen bei einem Pressegespräch im Kulturzentrum Alte Wassermühle. Mit dabei waren auch seine Frau Sandra, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Roland Winkler, seine Stellvertreterin Pia van de Lageweg sowie die SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende Renate Geuter und ihre Stellvertreterin Melanie Buhr. Der Friesoyther Verwaltungschef möchte sich im Herbst nächsten Jahres erneut dem Votum der Bürger stellen, um seinen Posten zu verteidigen.
„Erfolge erhalten“
Als er vor sechs Jahren sein Amt angetreten habe, sei ihm noch etwas „mulmig“ gewesen, gab der Bürgermeister zu: „Ehrlich gesagt hatte ich großen Respekt vor den Aufgaben, die vor mir lagen. Der Respekt ist immer noch da – ich weiß, dass Entscheidungen der Stadt für die Menschen vor Ort konkrete und direkte Auswirkungen haben, im Guten wie im Schlechten.“
Gemeinsam mit dem Rat und seinem Verwaltungsteam habe er in der bisherigen Amtsperiode aber viel erreicht, beispielsweise im Bildungsbereich, bei der Dorfentwicklung, bei den Finanzen und bei der Vergabe von Wohnbauland. „Ich möchte nicht, dass diese Erfolge verpuffen, weil jemand einen Richtungswechsel einläutet“, betont der 48-Jährige.
Seine Themen für den Wahlkampf und eine weitere Amtsperiode sollen daran anknüpfen. Sie lägen weiterhin im Bereich Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, Dorfentwicklung und Baulandentwicklung: „Ich habe den Anspruch, dass Friesoythe die familienfreundlichste Stadt im Oldenburger Münsterland wird“, sagt Sven Stratmann.
Unterstützung der Familie
Wichtig sei bei seiner Entscheidung die Rückendeckung seiner Familie gewesen – und die habe er, so der 48-Jährige. Es sei ihr nicht schwer gefallen, ihrem Mann das Okay zu geben, sagt Sandra Stratmann. „Ich finde, er hat eine tolle Arbeit geleistet und die sollte er fortsetzen.“ Eine Amtsperiode reiche dafür nicht.
Unterstützung erhält Sven Stratmann auch von der Stadtratsfraktion der SPD und dem Ortsverein. „Als Fraktion haben wir lange und intensiv mit Sven gesprochen“, berichtete die Fraktionsvorsitzende Renate Geuter. „Wir begrüßen seine Entscheidung.“ Mit einer gut aufgestellten Verwaltung sei in den vergangenen sechs Jahren viel Wichtiges auf den Weg gebracht worden. An vielen Dingen müsse aber noch gearbeitet werden. „Wir sind uns bei den Zielen und Herausforderungen für die Stadt Friesoythe einig. Wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf“, sagte Geuter. Fraktion und Partei haben sich für die Kommunalwahl im nächsten Jahr auch ein Ziel gesetzt: Sie wollen ihr Ergebnis vom letzten Mal verbessern und eine gestalterische Mehrheit im Rat erlangen.
Ein gemeinsames Wahlprogramm mit der SPD werde es aber nicht geben, ergänzt Sven Stratmann: „Ich mache Bürgermeisterwahlkampf und die Fraktion ihren Wahlkampf für den Stadtrat.“ Dabei würden sich natürlich einige Themen überschneiden.
