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St.-Marien-Hospital Friesoythe Menschen mit Darmerkrankung finden in der CED-Ambulanz Hilfe

Chefarzt Farid Alexander Jamai (r.) und die CED-Nurses Simone Millhahn (v.l.) und Lisa Volkmann mit Patientin Annegret Wachtmeister.

Chefarzt Farid Alexander Jamai (r.) und die CED-Nurses Simone Millhahn (v.l.) und Lisa Volkmann mit Patientin Annegret Wachtmeister.

Friesoythe - Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme und immer wieder Blut im Stuhl: Menschen mit einer Chronisch Entzündlichen Darmerkrankung (CED) leben oft mit einem großen Leidensdruck. Für viele Betroffene ist es schwierig, eine adäquate medizinische Einrichtung für die mitunter aufwendige Behandlung zu finden. Dazu kommt, dass eine CED nicht selten lange Zeit unerkannt bleibt.

CED-ambulanz

Rund 100 Patienten aus der ganzen Region und darüber hinaus werden derzeit in der CED-Ambulanz des St. Marien-Hospitals Friesoythe behandelt.

Die Einrichtung ist telefonisch unter der Nummer 04491/9407343 montags von 9.30 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr erreichbar. Für die donnerstags ab 17 Uhr eingerichtete Präsenz-Sprechstunde ist eine telefonische Anmeldung erforderlich.

Die im November 2020 eingerichtete CED-Ambulanz des St. Marien-Hospitals Friesoythe ist auf die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen spezialisiert. Im Juli 2021 wurde der Einrichtung das Zertifikat des Bundes Niedergelassener Gastroenterologie verliehen, womit sie von der Fachgesellschaft als qualifiziertes Kompetenzzentrum anerkannt ist. „Wir haben damit ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“, sagt Farid Alexander Jamai, Chefarzt und Facharzt für Gastroenterologie. „Das Zertifikat wird ausschließlich an Einrichtungen mit einem besonders hohen technischen und personellen Standard vergeben.“

Sorgfältige Diagnostik

Dazu gehört in der CED-Ambulanz Friesoythe neben der fachlichen Kompetenz der Ärzte und Pflegekräfte und der Zusammenarbeit mit allen relevanten medizinischen Disziplinen unter einem Dach auch ein enges Netzwerk aus Hausärzten und Psychologen, Selbsthilfegruppen und Ernährungstherapeuten. Die CED-Nurses sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Ärzten und Patienten.

„Vielen Patienten geht es körperlich und auch seelisch sehr schlecht, wenn sie zu uns kommen“, berichtet Jamai, „sie sind häufig verzweifelt, weil sie schon lange Zeit mit chronischen Beschwerden leben, ohne dass die Erkrankung richtig diagnostiziert oder behandelt wurde.“ Bei neuen Patienten erfolgt zunächst eine sorgfältige Diagnostik, um die in vielen Fällen unspezifischen Krankheitsbilder richtig einordnen zu können. Auf dieser Grundlage wird eine individuell festgelegte medikamentöse Behandlung eingeleitet.

Eine CED-Erkrankung kann sehr komplex sein und sehr unterschiedliche Beschwerden auslösen, die neben dem Darm mitunter auch andere Organe betreffen. „Sie begleitet viele Menschen jeden Tag und kann mit einer schwerwiegenden Minderung der Lebensqualität verbunden sein“, berichten die CED-Nurses Simone Millhahn und Lisa Volkmann.

Dauerhafte Therapie

Die Patienten sind in der Regel auf eine dauerhafte Therapie angewiesen, die den Menschen als Ganzes im Blick haben sollte, ergänzt der Chefarzt Jamai. „Unser Ziel ist stets, dem Patienten ein möglichst beschwerdefreies Leben mit seiner Erkrankung zu ermöglichen.“

Patientin Annegret Wachtmeister fährt für die Behandlung ihrer chronischen Darmerkrankung regelmäßig aus dem 200 Kilometer entfernten münsterländischen Raesfeld nach Friesoythe: „Hier habe ich nach einer langen Odyssee endlich kompetente Hilfe gefunden. Dank der gut wirksamen Behandlung geht es mir deutlich besser.“

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