Friesoythe - Partygängern hat die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diskotheken und Bars durften nicht öffnen, Kontaktbeschränkungen machten so manche Treffen unmöglich. Und niemand weiß, ob die Inzidenzzahlen wieder so stark ansteigen, dass die Regeln erneut verschärft werden. Party in der Pandemie – Geht das?
Perfekter Abend
Diese Frage beschäftigt die Theatergruppe „TheARTer“ in ihrem neuen Stück „Saturday Night Life“. Regie führt die selbstständige Theaterpädagogin Tanja Witte aus Altenoythe. Dabei geht es nicht nur um den perfekten Samstagabend während Corona, sondern auch vor und nach der Pandemie.
Bei dem Stück handelt es sich um eines von insgesamt zwölf theaterpädagogischen Projekten, für das der Landesverband Theaterpädagogik (LAT) Niedersachsen Mittel vergibt. Bezuschusst wurden Arbeiten, die sich mit Transformationsprozessen auseinandersetzen (siehe Infobox). Dazu erarbeiteten die sechs Akteure von „TheARTer“ Szenen. „Das Stück steht erst seit zwei, drei Wochen“, berichtet die 28-jährige Witte.
Der Landesverband Theaterpädagogik (LAT) Niedersachsen vergibt für 2021 unter dem Titel „Transformationen – Theaterpädagogik in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen“ Mittel für zwölf Projekte mit theaterpädagogischem Schwerpunkt. Eines davon ist das von „TheARTer“.
Finanziert wird die Förderung aus Geldern, die das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur dem LAT für 2021 zur Verfügung stellt.
Tatsächlich habe sich die Gruppe nur ein paar Mal persönlich treffen können. Überwiegend fanden die Proben also online über die Chat-App Discord statt. „Das hat sich auch auf das Bühnenbild ausgewirkt“, sagt die Theaterpädagogin. Dieses sei sehr aufwenig gewesen.
Akteure in der Box
Das Besondere: Die sechs Akteure stehen jeweils in einer zwei Meter hohen Box, drei befinden sich auf und drei vor der Bühne. „Wir sehen uns gegenseitig nicht. Es gibt nur ein paar Szenen, in denen wir ausbrechen“, sagt Witte. Jeder spiele sich selbst.
Neben Witte stehen mit Anne Kamphaus und Marcel Wulf bereits bekannte Gesichter auf der Bühne. „Chris Magiera hat sich auf eine Anzeige von uns gemeldet“, sagt Witte über den Neuzugang. Ebenfalls noch nie bei „TheARTer“ gespielt haben vorher Jana de Vries und Lara Lakewand.
Premiere des Stücks „Saturday Night Life“ ist am Samstag, 28. August, um 19.30 Uhr im Forum am Hansaplatz in Friesoythe. Eine zweite Aufführung findet dort am Sonntag, 29. August, um 17.30 Uhr statt. Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Beginn.
Für den Theaterbesuch ist ein Test- oder Impfnachweis notwendig. Alternativ kann man einen Schnelltest vor Ort machen. Die Daten des Publikums werden erfasst. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht bis zum Sitzplatz. Tickets kosten im Vorverkauf sieben Euro. Witte: „Die Hälfte der Karten ist schon weg.“ Sollte es noch Karten an der Abendkasse geben, kosten diese zehn Euro (ermäßigt sieben).
