Friesoythe - Der Müll ist weg und eine Bombe wurde auch nicht gefunden – jetzt kann es endlich losgehen. Nach einem langen politischen Entscheidungsprozess beginnt jetzt der Bau der dringend gebrauchten neuen Kindertagesstätte auf der Burgwiese in Friesoythe. Zum symbolischen ersten Spatenstich konnten Bürgermeister Sven Stratmann und Fachbereichsleiter Klaus Sandmann am Mittwochmittag nicht nur Fraktionsvertreter und den Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (CDU) begrüßen, sondern auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD).
„An diesem Tag sieht man, dass die Verwaltung durch die Corona-Krise nicht gelähmt ist. Es geht voran, auch hier in Friesoythe“, sagte Olaf Lies kurz bevor er mit den anderen politischen Vertretern zur Schippe griff. Neben der Stadt Friesoythe und dem Landkreis beteiligt sich auch das Land Niedersachsen an den Baukosten. „Den Großteil der Kosten übernimmt aber die Stadt, die hier ein sehr passendes Areal ausgewählt hat in unmittelbarer Nähe zum Stadtpark. Kitas werden immer wichtiger, denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt eine unserer großen Aufgaben“, sagte Lies weiter.
In der Kindertagesstätte werden drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen untergebracht. Die Gesamtkosten betragen nach Angaben der Stadtverwaltung rund drei Millionen Euro. Der Landkreis wird sich mit rund 740 000 Euro an der städtischen Einrichtung beteiligen. Hinzu kommt ein Zuschuss in Höhe von 360 000 Euro vom Land Niedersachsen.
Die Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte ist für Frühjahr 2021 geplant. Insgesamt sollen 105 Kinder in dem Gebäude Platz finden können. Das Gebäude wird ebenerdig angelegt und in Holzrahmenbauweise fertiggestellt. Die Erdbaumaßnahmen mit Abwasserleitung sind bereits vergeben. Das neue Gebäude wird eine Nutzfläche von rund 1100 Quadratmetern haben. Leiterin der neuen Kita wird Irma Willer.
Bevor es überhaupt zu dem ersten Spatenstich kommen konnte, musste das gesamte Areal zwischen Thüler Straße und dem Stadtpark in den vergangenen Monaten saniert werden. Denn die Burgwiese wurde in den 1960er Jahren als Mülldeponie genutzt. Die Altlasten – immerhin rund 14 000 Tonnen Müll – blieben im Boden. Jetzt wurde der Unrat entsorgt und die Fläche neu verfüllt. Das war nicht ganz billig. Über 1,3 Millionen Euro wurden für die Sanierung fällig.
