Friesoythe - Sie wollten es ja schon immer – und jetzt hat es endlich geklappt. Jan Niemann und Lars Lammers kennen sich seit der Schule und beide haben eine große Leidenschaft – die Musik. Während Jan es lieber etwas ruhiger und schlichter am Klavier mag, haut Lars auf seinem Schlagzeug schonmal gerne ordentlich auf die Snare-Drums. Musikalisch höchst unterschiedlich träumten die beiden 21-Jährigen aber schon von der eigenen Band – und seit Anfang 2020 gab es sie dann auch endlich.
Natürlich machen zwei Menschen noch keine Band aus, also musste Unterstützung her – „gerade Gitarristen fehlten uns natürlich noch“, sagt Lars. Schnell konnte er seinen kleinen Bruder Nico (19) rekrutieren und dann stieß auch noch der 17-jährige Julius Trippner als Vollblut-Metalfan zur Gruppe – schon war der besondere Genre-Mix der Friesoyther Band geboren. Durch die DLRG Friesoythe konnte Lars dann auch noch Band-Veteran Jens Deeken (31) für seine Sache begeistern, der fortan mit seinem Bass die Band unterstützt.
Sängerin fehlte noch
„Da wir alle keine begabten Sänger sind, suchten wir schnell nach einer Sängerin“, sagt Lars. Die Band führte ein kleines Casting durch. Nach mehreren ernüchternden Vorstellungen – einige Kandidatinnen kamen auch von weit her – wurden die Jungs doch noch in Friesoythe fündig. Bei Jantje Lindner (17) passte von Anfang an alles und die Gruppe war komplett.
Doch was wäre eine echte Band ohne einen Namen? Die Geschichte zur Namensentstehung ist so einfach wie kurz: „In unserem Proberaum haben wir einen Ventilator als Belüftung, der aber eher defekt als funktionstüchtig ist“, erzählt Nico. So wurde aus dem kaputten Lüfter die englische Variante Broken Fan.
Corona-Zwangspause
Gerade gegründet zwang natürlich auch die Corona-Krise die neue Gruppe in die Pause. „Erst haben wir in einer Werkstatt geprobt bis wir dann in einen Friesoyther Keller ziehen konnten – der ideale Probenraum. Doch Corona machte den Proben dann erstmal einen Strich durch die Rechnung“, sagt Jens. Ihren ersten größeren Auftritt hätten sie dann auf den Maitagen gehabt, bis auch die abgesagt wurden.
Neue Ideen mussten her – schließlich hat die Band bereits acht Coversongs im Repertoire. Für extra zusammengeschnittene Videos musste dafür die Internet-Plattform Youtube herhalten. „Da war natürlich ein extremer Aufwand, da der Ton von allen Videoschnitten synchron seien musste“, sagt Julius.
Trotzdem haben es bereits zwei Videos auf den Youtube-Kanal der Friesoyther Band geschafft. Einmal ein Cover des Classic-Rock-Klassikers „Hold the line“ von Toto und der Blues-Hit „Walking by myself“ von Gary Moore. Bei Instagram und Facebook sind aber noch mehr Zusammenschnitte von kurzen Jam-Sessions zu finden.
Eigene Songs kommen
Doch mit dem Covern soll jetzt vorerst Schluss sein. „Wir sind dabei, die ersten Songs selbst zu schreiben. Da kommt die Corona-Zeit natürlich ganz passend – wir haben jetzt viel Zeit“, sagt Jens. Irgendwann soll dann auch ein erstes eigenes Album entstehen. „Dafür brauchen wir natürlich auch Auftritte. Ich hoffe das geht bald wieder“, so Jens.
