Friesoythe/Nordkreis - Der anhaltende Lockdown hat auch einen positiven Effekt. So berichtet die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta auf Nachfrage unserer Redaktion, dass die Einbrüche in Wohnungen und Häuser im vergangenen Jahr zurückgegangen sind. Eine Erklärung für diesen positiven Trend könne laut Pressesprecher Hendrik Ebmeyer „die höhere Präsenz der Bewohner durch Home-Office oder Kontaktbeschränkungen sein“. Dadurch würden den Einbrechern weniger Gelegenheiten geboten.

Mit Blick auf die Stadt Friesoythe gab es bereits von 2018 auf 2019 einen Rückgang, von 12 auf 10 Einbrüche. Für den gesamten Nordkreis, mit Friesoythe, Barßel, Bösel und Saterland, gab es allerdings eine Steigerung von 29 Fällen auf 34. Wie viele Einbrüche genau im vergangenen Jahr begangen worden sind, kann die Polizeiinspektion noch nicht sagen. Nur so viel: Die Zahlen seien rückläufig, so Ebmeyer. Klar ist allerdings, dass wie in den vergangenen Jahren die meisten Einbrüche in der sogenannten dunklen Jahreszeit erfolgten.

Während die Einbruchszahlen zurückgegangen sind, nahmen die Vermögens- und Fälschungsdelikten zu, worunter auch Betrugsdelikte fallen. „Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass Straftäter sich neue Handlungsfelder gesucht haben, da durch die Kontaktbeschränkungen manche Gelegenheiten weggefallen oder unattraktiver geworden sind“, sagt der Pressesprecher. Eine andere Möglichkeit könne die Unsicherheit und Angst der Bürger sein, die durch die Corona-Pandemie vorherrscht. Das würden sich die Betrüger für ihre Zwecke zunutze machen.

Um nicht auf diese Betrügereien hereinzufallen, empfiehlt die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta Fremden gegenüber misstrauisch zu sein, „die sich für Ihre finanziellen Verhältnisse interessieren oder Geldwerte in unterschiedlichster Form von Ihnen fordern“, sagt Ebmeyer. Weiterhin sollte bei Unsicherheit mit einer Vertrauensperson darüber gesprochen werden.

„Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch mit seinen Angehörigen, die möglicherweise Opfer einer solchen Tat werden könnten, bereits im Vorfeld aufklärende Gespräche zu führen“, fügt der Pressesprecher hinzu. Um sich vor Einbrüchen zu schützen, werden mechanische Einbruchsicherungen gegenüber Alarmanlagen empfohlen.