Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Städtebau Friesoythe Katholisches Bildungswerk plant „Haus der Begegnung“

Das Katholische Bildungswerk Friesoythe hat das ehemalige Burghotel an der Kirchstraße gekauft und will dort ein Haus der Begegnung einrichten.

Das Katholische Bildungswerk Friesoythe hat das ehemalige Burghotel an der Kirchstraße gekauft und will dort ein Haus der Begegnung einrichten.

Friesoythe - Das Katholische Bildungswerk Friesoythe hat das ehemalige Burghotel gekauft und will daraus ein Haus der Begegnung machen. „Überraschend“ war es für die Stadtverwaltung Friesoythe, als Geschäftsführerin Nicola Fuhler Anfang September darum bat, dass die Stadt innerhalb von fünf Tagen einen „Letter of Intent“ – eine unverbindliche Absichtserklärung, das Vorhaben zu unterstützen – verfassen sollte. Dieser würde für einen Antrag für Fördermittel beim Amt für Regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ARL) benötigt. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung im Ausschuss für Jugend, Sport und Kultur hervor.

Kein Geld der Stadt

Doch die Ausschussmitglieder wurden am Mittwochabend ebenfalls überrascht, als Nicola Fuhler die Einwohnerfragestunde vor den inhaltlichen Tagesordnungspunkten der Sitzung nutzte, um das Projekt vorzustellen. In seiner ersten Sitzung als Ausschussvorsitzender versuchte Jonas Schulte (SPD) beharrlich, die Sitzungsordnung zu wahren, indem er Fuhler mehrfach fragte, was denn nun ihre Frage sei. Doch Fuhler ließ sich in ihren Ausführungen nicht ausbremsen.

Das Haus der Begegnung solle barrierefrei und familienfreundlich werden. Genutzt werden solle es für Weiterbildung und Beratung. Die Räume sollten auch Vereinen zur Verfügung stehen. Die Absichtserklärung der Verwaltung sowie von Vereinen, das Vorhaben zu unterstützen, sei wichtig für die Fördermittel. „Wir mussten dokumentieren, dass wir keine Finanzen der Stadt Friesoythe in Anspruch nehmen“, sagte Fuhler. Das Burghotel müsste dazu aus der Städtebauförderung ausgeschlossen werden.

Es sei keineswegs so einfach, wie sich das Bildungswerk das vorstelle, erläuterte Bürgermeister Sven Stratmann später, als es in der Sitzung um den „Letter of Intent“ ging. Ob die Stadt solche Unterstützung gebe, müsse der Rat entscheiden. Das gehöre nicht zu den laufenden Geschäften der Verwaltung. „Wir müssen abklären, ob das Auswirkungen hat, wenn das Burghotel aus der Städtebauförderung rausfällt“, so Stratmann. Das könne unerwartete finanzielle Effekte haben.

Offensichtlich plane das Bildungswerk schon länger an dem Haus der Begegnung, habe die Stadtverwaltung aber nicht informiert. Verzögerungen seien also selbst verschuldet: „Den Schuh ziehen wir uns nicht an“, sagte Stratmann. Mitte Dezember werde die Verwaltung dem Rat berichten können, wie sich die Pläne des Bildungswerkes auf die Städtebauförderung auswirken könnten. Dann müsse die Politiker entscheiden, ob sie eine Empfehlung abgeben wollten.

„Kreativ“ sein

Es sei zu begrüßen, dass sich das Bildungswerk um Fördermittel bemühe, sagte Renate Geuter, Vorsitzende der SPD/Grünen-Fraktion: „Aber wir tun gut daran, die Sache zu Ende zu denken.“ Sie forderte die Verwaltung auf, das Vorhaben so schnell wie möglich zu prüfen. Gemeinsam mit der CDU/FDP-Fraktion könne man dann „kreativ“ sein, um zu einer schnellen Entscheidung zu kommen. CDU/FDP stimmte Geuter zu.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham